Die Insel La Réunion ist keine exotische Insel wie jede andere. Sie ist eine tropische Insel mit unendlichem Charme, ein Teil Frankreichs mitten im Indischen Ozean, mit vielen verschiedenen Facetten und einer ereignisreichen Geschichte. 
 

Vulkanausbrüche 2016

  • Der zweite Vulkanausbruch im Jahr 2016 begann am Sonntag, dem 11. September um 8 Uhr 41 und endete am Sonntag, dem 18. September um 4 Uhr 18. Dieser Ausbruch, der vom Aussichtspunkt  Pas de Bellecombe beobachtet werden konnte, war besonders spektakulär und wird den zahlreichen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben
  • Am Donnerstag, dem  26. Mai 2016, brach der Vulkan um 8 Uhr 05 erstmals im Jahr 2016 aus.  Der Ausbruch erfolgte im Enclos nahe des Piton de Bert.

Ausbrüche 2015

Der Piton de la Fournaise, der seinen Namen alle Ehre macht (übersetzt: loderndes Feuer), war das gesamte Jahr 2015 hindurch sehr aktiv. Wenn Sie also den beeindruckenden Herrscher der Insel besuchen, vergessen Sie nicht Ihren Fotoapparat, um die besonders erinnerungswürdigen Momente Ihres Ausflugs immer wieder nacherleben zu können. Emotionen sind hier garantiert!

Rückkehr zur Wachsamkeit

Die Daten, die vom vulkanologischen Observatorium des Piton de la Fournaise (OVPF) gemessen wurden, ließen Mitte November einen erneuten Druckaufbau in seinem Innern schließen, verbunden mit Gipfel- und Tiefenerschütterungen seit Ende der Effusionsphase. Ein Ausbruch in den darauffolgenden Tagen oder Wochen konnte nicht ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang beschloss der Präfekt, ab dem 17. November 2015 um 12 Uhr in die Wachsamkeitsphase des Orsec*-Plans (Katastrophenschutzplan) einzutreten.

Der schlummernde Piton de la Fournaise

"Das Observatorium des Vulkans Piton de la Fournaise registriert seit Samstag, dem 31. Oktober 2015, das Ende der dritten Effusionsphase, die am 30. Oktober begann und zum Eintritt in die Alarmstufe  2-2 des Orsec-Plans geführt hatte" gab die Präfektur bekannt. Unter den gegebenen Bedingungen beschloss der Präfekt, ab Dienstag, dem 3. November 2015 zur Schutzphase überzugehen.

Erneute Aktivität des Piton de la Fournaise am 30. Oktober 2015

Nachdem das vulkanologische Observatorium am Piton de la Fournaise eine Zunahme der seismischen Vorgänge registriert hatte, trat der Vulkan nun in die Effusionsphase ein.
Seit 4 Uhr morgens hatte sich die Aktivität noch intensiviert und war nun mit der am Samstag, dem 31. Oktober, vergleichbar. Die Tätigkeit konzentrierte sich auf den Krater, der sich bei dem am 24. August begonnenen Ausbruch im Gebiet um den Krater Rivals gebildet hatte und konnte daher vom Piton de BERT aus beobachtet werden. 
Der Präfekt von La Réunion hatte um 7 Uhr 30 die Alarmstufe 2-2 des Katastrophenschutzplans "ORSEC* Volcan": gegenwärtiger Ausbruch angeordnet.

Diese vulkanische Tätigkeit bleibt ohne Einwirken auf das Leben der Anwohner. Sie bietet aber den Besuchern, die es von einer sicheren Stelle am Rand des Enclos aus beobachten können, ein einmaliges Schauspiel.

 

Der Piton de la Fournaise feiert sein Comeback

Am Montag, dem 24. August 2015 um 18 Uhr 50 kam es zum vierten Mal in diesem Jahr nach relativ kurzer seismischer "Krise" zu einem Ausbruch des Piton de la Fournaise. Er sorgte für ein Schauspiel, das von überall her bewundert werden konnte: der Ausbruch fand am Nord-Nordost-Ende des Kraters Bory statt und konnte sowohl vom Piton der Bert als auch vom Pas de Bellecombe aus bestaunt werden.

Aller guten Dinge sind drei!

Der Piton de la Fournaise brach am Freitag, dem 31. Juli 2015 um 9 Uhr 55 aus und bot den Besucher der Insel La Réunion damit ein fantastisches Schauspiel. Dem vulkanologischen Observatorium nach ereignete sich der Ausbruch im Nordosten des Kraters Dolomieu, auf der Höhe des Kraters Faujas. Um einen besseren Blick auf das grandiose Naturschauspiel und die Auswürfe von grauer, roter und orangefarbener Lava zu bekommen, konnte man vom Pas de Bellecombe in Richtung Piton Partage gehen (etwa eine halbe Stunde Fußmarsch).
 

Der erste Ausbruch im Jahr 2015

2015  hatte der erste Ausbruch am 4. Februar begonnen und am 16. Februar geendet; der zweite begann am 17. Mai und dauerte bis zum 31. Mai. Nach einer dreitägigen "Vorstellung" ab dem 31. Juli endete der dritte Ausbruch am Sonntag, dem 2. August 2015 um 11 Uhr 15.

 

Ausbruch des Piton de la Fournaise am 21. Juni 2014


Der Piton de la Fournaise hat einen Sinn für Timing…  Der berühmte Vulkan auf der Insel La Réunion - die wichtigste Sehenswürdigkeit der Insel im von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärten Gebiet gelegen, ist am 21. Juni 2014 nach vierjährigem Schlaf mitten in der Nacht erwacht. Ein besseres Feuerwerk zum Fest der Musik kann man sich nicht wünschen! Ein magischer Augenblick. Der gigantische Feuerspeier wäre fast auch noch zu einem weiteren Ereignis punktgenau gewesen: die Eröffnung des Vulkanmuseums Cité du Volcan am 5. August. Nun hat er sein Lockangebot gemacht und seine Show als Vorpremiere präsentiert, damit die Neugierigen dann dem ihm neugewidmeten Museum einen Besuch abstatten.

Die Show im Juni ging von seiner Ost-Flanke, innerhalb des Enclos Fouqué, aus, der riesigen Caldeira in Hufeisenform, 9 Kilometer breit und 13 Kilometer lang. Alle markierten Wander- und Lehrpfade, die zum oberen Teil der Caldeira führen, mussten geschlossen werden. Das gehört zu den Standard-Sicherheitsvorkehrungen, die den Besuchern am Anfang eines Ausbruchs den Zugang verbieten, bis die Aktivität sich stabilisiert hat. Aber die Lavaströme sind bei einem Überflug mit dem Hubschrauber oder dem Ultraleichtflugzeug sehr gut zu sehen und können überdies von der Küste, vom Grand Brûlé und von Bois Vert aus, gut beobachtet werden. In jedem Fall ist es ein unvergessliches Erlebnis.

Streng überwachte Ausbrüche

Die seismischen Phänomene werden von Wissenschaftlern und vom vulkanologischen Observatorium überwacht und studiert - kontinuierlich werden Messungen ausgeführt, die es möglich machen, Ausbrüche schon Wochen im voraus vorherzusehen. Wenn nötig, kann ein Soforthilfeplan für Wanderer und Bewohner der Dörfer am Fuß des Piton im Südosten von La Réunion in Kraft gesetzt werden. Die letzten Male, die zu schwereren Schäden führten, liegen dreißig Jahre zurück. 1977 hatte der Lavastrom Piton Sainte-Rose zerstört, machte aber wundersamerweise vor der Schwelle der Kirche Halt. Im April 2007 stieß ein gewaltiger Ausbruch mehr als 120 Millionen Kubikmeter glühende, geschmolzene Felsenmasse aus. Lavaströme zerstörten die  Route Nationale 2, die an der Küste entlangführt, bei dem Dorf Le Tremblet zwischen Sainte-Rose und Saint-Philippe. Und das ist noch nicht alles …. Schwefelemissionen, Ascheregen und Pelé-Haar wurden in der Atmosphäre freigesetzt. Das hat nichts zu tun mit dem berühmten Fußballspieler - Pelé-Haar bezieht sich auf die hawaiianische Göttin des Feuers und der Vulkane; es handelt sich um brüchige, dennoch scharf schneidende Fäden, die entstehen, wenn der Wind die Lavatropfen erfasst und sie in die Länge zieht. Die Konsequenzen des Ausbruchs im Jahr 2007: die Küstenstraße RN2 musste neu gebaut werden und der Krater Dolomieu, der das Herz des Vulkans darstellt, brach ein und verlor an etwa 300 Meter Höhe, sodass die Morphologie des Piton de la Fournaise völlig umgestaltet wurde.