Die Insel La Réunion mit ihren drei Fernwanderwegen (GR) und einem mehr als 1000 Kilometer langem ausgeschilderten Wegnetz für Wanderungen zu Fuß, mit dem Pferd oder auf dem Fahrrad ist nicht nur ein paradiesisches Reiseziel, sondern auch ein wahrer Garten Eden für den Urlaub in freier Natur, um wieder in Hochform zu kommen. An der Küste, wo die einzig sichtbare Grenze vom Horizont erscheint oder in den Höhen der Insel, an einem Aussichtspunkt, der die atemberaubenden umliegenden Landschaften beherrscht, fühlt man sich ein wenig wie Robinson bei der Entdeckung einer einsamen Insel  … Atmen Sie tief ein!

Lieben Sie eher romantische Hotels, sind Sie Thalassotherapie-Fan oder begeisterter Wanderer? Was auch immer Ihre Vorlieben sind, die Insel La Réunion mit ihren vielen Gesichtern bietet Ihnen alle Möglichkeiten zum Energietanken. Liebhaber von Nervenkitzel ebenso wie von Wanderungen werden es sich nicht entgehen lassen, die Wege zu erkunden an denen sie mit traumhaften Aussichtspunkten belohnt werden: wahrhaftige Balkons über so überwältigenden Landschaften, dass man sich am Ursprung der Welt wähnen könnte ….  

Einer dieser Wege führt zum majestätischen Wasserfall Trou de Fer. Der Aussichtspunkt im Nordosten von La Réunion, in einer Senke des Piton des Neiges, mit Blick auf die 300 m tiefe Wasserfallschlucht gehört zu einer der bekanntesten und meistbesuchten Orte der Insel, direkt nach dem Vulkan und dem Piton Maïdo: zwischen 40 und 50 000 Besucher finden sich hier jährlich ein.
Auch wenn der Schwierigkeitsgrad der Wanderung nicht besonders hoch ist, so ist dieser Pfad durch den Regenwald dennoch den Frühaufstehern vorbehalten. Denn nur wer früh morgens startet hat auch die besten Vorausssetzungen für eine klare und wolkenlose Sicht.

Eine weitere Wandermöglichkeit ist die zum Fenêtre des Makes. Hier erwartet Sie eine ganz besondere Aussicht auf den Taslkessel Cilaos mit seinen zahlreichen Gipfeln, darunter der Piton des Neiges. Vom Dorf Makes ist der Weg zum Fenêtre gut ausgeschildert.

Und schließlich ein weiterer großer Star der Insel: der Berggipfel Piton Maïdo. In den Höhen von Saint-Paul gelegen offenbart er den Ausblick auf den Talkessel Mafate, der wildeste und unzugänglichste Talkessel der Insel, der nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreicht werden kann und der sich dem Besucher erst nach der Wanderung durch einen Tamarindenwald offenbart. Er ist der Ausgangspunkt für mehrere Wanderwege. Wenn das Wetter schön ist, bietet sich der Blick auf fast die gesamte Insel: der Grand Bénare (mit seinen 2 898 Metern der dritthöchste Gipfel der Insel), der Gros Morne, der Cimendef, der Roche Écrite... und immer neue Ansichten des Cirque de Mafate, die sich nach und nach beim Voranschreiten enthüllen.

Für alle, die das Meer lieben, bietet La Réunion eine ganze Reihe von Wanderwegen, bei denen man das Meer im Blickfeld hat … Im Norden vom Barachois in Saint-Denis (und seinen Kanonen, die ganz zu Anfang des 19. Jahrhunderts auf die englischen Eindringlinge warteten – die dann schließlich viel weiter im Westen anlegten…) bis nach Sainte-Suzanne und den Leuchtturm phare de Bel-Air; den "Fischerweg" zwischen Sainte-Rose und der Anse des Cascades: versäumen Sie nicht, die Kirche in Piton-Sainte-Rose zu besuchen, die wunderbarerweise von den Lavaflüssen verschont wurde, als der Piton de la Fournaise ausbrach... In Richtung Westen kommt man nach ein paar Kilometern nach L'Etang-Salé und zum Etang du Gol in Saint-Louis, wo die die Klippen aushöhlenden Wellen übernatürliche Bilder schaffen. Nach Süden stößt man auf den Weg Sentier de Saint-Philippe, zwischen Stränden, Schraubenbäumen (man benutzt sie zum Korbflechten) und Filaobäumen; oder in Richtung Saint-Joseph, wo der Pfad des Piton Babet, nach einem ehemaligen Bürgermeister bennant, zur Caverne des Hirondelles führt, dem Ort, an dem der auf Michel Tourniers Buch „Freitag oder Im Schoß des Pazifik“  beruhende Film gedreht wurde. Solche Namen inspirieren unweigerlich die Fantasie aller derjenigen, die von einer langen Seereise träumen oder von einer einsamen Insel.