Nach einer schönen Wanderung über die Insel mit so vielen neuen Eindrücken steht nun Entspannung auf dem Tagesplan. Vielfältige Schönheitsbehandlungen und Entspannungsprogramme stehen auf La Runion zu Ihrer Verfügung. Und als Zugabe können Sie noch eine andere Art von Naturprodukten der Insel testen: die berühmten Kräutertees von La Réunion.

Die reunionesischen Wälder zählen 1708 Pflanzensorten; davon sind 234 endemische Pflanzen und 200 Heilpflanzen. Aus dieser letzten Gruppe wurden am 1. August 2013  16 Heilpflanzen der Insel La Réunion in das französische Arzneibuch aufgenommen: eine offizielle Anerkennung des traditionellen Fachwissens auf dem Gebiet der Heilpflanzen auf La Réunion.

Diese "plantes péi", also die endemischen oder aus La Réunion stammenden Pflanzen, wurden aufgrund ihrer Wirksamkeit und ihrer traditionellen Nutzung von der einheimischen Bevölkerung ausgewählt, dazu kommen Pflanzen, deren Anbau besonders leicht ist.  
Sie können in Beuteln auf La Réunion, in Frankreich und in Europa erstanden werden: Ayapana, Ambavilla, Kaffeepflanze, Aphloia, Dodonaea viscosa, Mussaenda arcuata, Nuxia verticillata, Olea lancae africana, Secamone volubilis, Jumella rossii Senghas, Hypericum lanceolatum angustifolium ...

  • Ayapana triplinervis: ihre Blätter werden dazu benutzt, Verdauungsstörungen (Erbrechen, Übelkeit, Magenverstimmung, Sodbrennen, etc.) und Durchfall zu lindern. (Die Blätter der Pflanze werden für Aufguss oder Sud verwendet).
  • Pittosporum senacia: die Blätter der Pflanze werden bei Hautproblemen benutzt (äußere Anwendung, auf die Haut aufgetragen)
  • Hypericum lanceolatum: die Pflanze wird als erfrischender "Kräutertee" eingenommen und soll den Blutkreislauf anregen (die Blätter, Blüten und Blütenstände werden als Aufguss zubereitet)
  • Vepris lanceolata: die Blätter der Pflanze werden im Fall von Schmerzen bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchen und blauen Flecken benutzt... ihre Wirkung ist ähnlich der von Arnika (äußere Anwendung, wird auf die Haut aufgetragen).
  • Mussaenda arcuata: Diese Pflanze hat eine entzündungshemmende und reinigende Wirkung. Sie wird außerdem als erfrischender Kräutertee eingesetzt (die Blätter werden als Aufguss verwendet).
  • Hubertia ambavilla: die Pflanzen werden bei  Magengeschwüren sowie bei Hautproblemen wie Ekzema, Akne und Pilzinfektionen benutzt, man stellt dafür einen Sud aus den Blättern her
  • Antirhea borbonica: die Blätter dieser Pflanze werden benutzt, damit Wunden besser vernarben (äußere Anwendung, wird auf die Haut aufgetragen).
  • Dodonaea viscosa: diese Pflanze wirkt diuretisch und entzündungshemmend. Sie hilft auch bei Gelenkschmerzen wie Rheuma und Arthrose oder Verstauchungen, außerdem bei Nierensteinen (Aufguß aus den Blättern).
  • Coffea Mauritiana: Die Blätter dieser Pflanze sind für ihre heilende Wirkung bei Diabetes bekannt
  • Nuxia verticillata: die Pflanze wirkt diuretisch und dränierend. Sie wird auch bei Cholesterinbeschwerden eingesetzt (als Kräutertee).
  • Olea europaea africana: die Blätter werden bei erhöhtem Blutdruck verwendet
  • Aphloia theiformis: die Blätter der Pflanze wirken diuretisch und dränierend. Sie ist bei den Einheimischen auch als Kräutertee beliebt, wobei die Blätter für Aufgüsse verwendet werden.  
  • Jumellea Fragans: in den Maskarenen heimische endemische Orchideenart. Die Blätter werden zur Hestellung von Kräutertee genutzt, die der Grippe, Schnupfen und Asthma  entgegenwirken.
  • Secamone volubilis: die Pflanze hat diuretische und  reinigende Wirkung (Die Blätter werden zur Hestellung von Kräutertees benutzt)
  • Psiloxylon mauritianum: wird bei hohem Cholesterinspiegel eingesetzt und hilft auch bei Albuminurie. (Die Blätter werden zur Hestellung von Kräutertee benutzt).
  • Ochrosia borbonica: diese vom Aussterben bedrohte Pflanze wird vom Ministerialerlass von 1987 geschützt: sie darf nicht ohne vorherige offizielle Erlaubnis gepflückt oder ausgegraben werden. Sie wird zur Fiebersenkung und als Tonikum benutzt (Blätter und Rinde werden zur Herstellung von Aufgüssen verwendet).

Aplamédom: "Association pour les Plantes Aromatiques et Médicinales de La Réunion" - Verein für Aroma- und Heilpflanzen auf der Insel La Réunion".

Aber auch Dutzende von anderen Pflanzen, die auf La Réunion gedeihen, besitzen Heilkräfte, darunter: Psiloxylon mauritianum, Maranta arundinacea, Badula borbonica, Aloe, Terminalia bentzoë, etc. Entdecken Sie sie:

  • bei einem Besuch der kreolischen Gärten. Lassen Sie sich von den Düften der Geranien, Vetiver oder Ylang-Ylang-Blüten betören - ebenso wie von den Düften der Gewürze: Gewürznelkenbaum, Kardamom und Vanille …  
  • auf einem Spaziergang entlang der botanischen Lehrpfade der Insel
  • beim Schlendern über den Marktplatz. Die "Tisaneurs" (Gewürz-Spezialisten) verkaufen und erklären Ihnen gern den Nutzen und die Wirkung der Pflanzen; sie geben auch Anleitungen für die Zubereitung 
  • indem Sie in den Gästehäusern nach dem Essen einen erfrischenden oder anregenden Kräutertee genießen.     

Informationen zu den Führungen und Wanderpfaden: Informations- und Reservierungsplattform der Insel La Réunion - Telefonnummer +33 (0) 810 160 000 - https://explorelareunion.com