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500 Jahre Geschichte

«Die Insel Bourbon hat so angenehm anzuschauende Stellen, so exzellente Luft und gutes Wasser, eine so große Anzahl an Wild, Fisch, Land und Meeresschildkröten, wildem Rind, Ziegen und Schweinen, dass sich, trotz seiner anscheinenden Wildnis, und der vielen Berge und unbetretbaren Urwäldern, niemand beklagt hier zu verbleiben.» Marquis de Montevergue

Case créole

 

So konnte man 1666 die unbewohnte Insel des Indischen Ozeans beschreiben, die von Frankreich einige Jahre vorher in Besitz genommen worden war und der man den Namen der königlichen Familie gab.

 

Eine späte Besiedlung mit Völkermischung

Der Wert der Trauminsel La Réunion wird erst durch einige Franzosen gesteigert, die von madagassischen Dienern, darunter Frauen, begleitet sind. Die Insel La Réunion ist zu der Zeit schon den arabischen, portugiesischen, englischen und holländischen Seefahrern bekannt, die dort Halt machen, um sich Wasser und  Nahrungsvorrat zu beschaffen. Die ersten Réunionnais sind daher alle madagassischer Abstammung.

 

Die Ostindienkompagnie, die die Insel bis 1767 verwaltet, gestaltet ab 1715 den Kaffeeanbau, der viele Arbeitskräfte benötigt. Eine Sklavengesellschaft entsteht. Alle Hänge der Insel La Réunion sind bis Anfang des 19. Jahrhunderts mit Kaffeeplantagen bepflanzt. Gewürznelken und Muskatnusssträucher werden ebenfalls erfolgreich eingeführt.

 

Das De Villèle Museum, das von dieser Zeit zeugt, wurde auf dem Herrensitz der Familie Panon-Desbassyns-Villèle errichtet. Man hat die Möglichkeit die „Spitzkapelle“, Ruinen der Zuckerrohrfabrik, die äußere Küche und das Herrenhaus zu besichtigen.

 

Eine Taufe nach der anderen

Die Insel wird zuerst von den Arabern „Dina Morghabine“ genannt. Anschließend taufen sie die Franzosen „Bourbon Insel“. Sie erhält ihren aktuellen Namen 1794, in Bezug auf die Versammlung der Generalstände im Laufe der französischen Revolution. 1803 wird sie Insel Bonaparte, dann 1814, nach fünfjähriger englischer Besetzung wieder Insel Bourbon genannt. 1848 nimmt sie ihren definitiven Namen wieder an.

 

Monokulturen

1815 beginnt eine wahre industrielle Revolution mit der Bewirtschaftung des Zuckerrohrs, der schnell den Kaffee auf allen Küstengebieten ersetzt. Die Zuckerrohrindustrie hat alle Krisen überlebt und ist heute noch das Hauptprodukt der Landwirtschaft der Insel La Réunion. In Saint-Leu im Musée Stella Matutina sind die Landwirtschaftsabenteuer von der Insel La Réunion dokumentiert.

 

1848 wird die Sklaverei aufgehoben. Herren und ehemalige Sklaven haben es schwer zusammenzuarbeiten. Die Insel sucht außerhalb nach Arbeitern. Viele der Arbeiter, die auf massive Weise in Indien angestellt wurden, verbleiben auf der Insel La Réunion.

 

 

 

Eine Insel mit Parfüm

1841 erfand Edmond Albius, ein junger Sklave, die künstliche Befruchtung der Vanille. Die Bourbonvanille wird schnell die Beste der Welt. Dieser Anbau wird bis heute in den Privatplantagen, als auch in Kooperativplantagen betrieben. Sie können im Osten der Insel besichtigt werden. Vanille wird in mehreren Speisen verwendet, welche man während eines Aufenthaltes auf La Réunion probieren kann.

 

Eine Vielzahl ätherischer Öle wird aus Geranie rosat und Vétyver destilliert. Der Destillationsprozess kann in Les Hauts de Saint-Paul, in Petite France oder in der Coopérative des huiles essentielles in Le Tampon besichtigt werden.

 

Nach den Küstengebieten wurden damals auch die Hochländer und Täler in den Bergen bewohnt und bepflanzt.

 

Die Moderne Zeit

Als Madagaskar 1895 von Frankreich kolonialisiert wird, tritt die Insel La Réunion mehrere Jahrzehnte in den Hindergrund und lebt im Schatten ihrer großen Nachbarin.

 

Die Insel La Réunion wird aber 1946 Überseedepartement. Der Staat investiert massiv und verleiht der Insel La Réunion ihr heutiges modernes und entwickeltes Aussehen. Die Insel La Réunion ist auch eine selbstständige Region der Europäischen Gemeinschaft, selbst wenn sie 10.000 Kilometer von Brüssel entfernt ist.

 

Landwirtschaft und Fischfang, weiterverarbeitende Industrie, Handel, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien und Tourismus sind heute die hauptsächlichen wirtschaftlichen Aktivitäten.