Ein  trockeneres und sehr sonniges Klima herrscht an der Küste mit ihren langgestreckten Stränden: Boucan Canot, Roches Noires, l'Ermitage, la Saline, Trou d'Eau, Saint-Leu. Der Verkehr wird durch die Route  des Tamarins erleichtert, die am 23. Juni 2009 eröffnet wurde und in halber Höhe an der Westküste entlangführt, über  bemerkenswerte Brücken und Bauwerke, und herrliche Ausblicke auf den Indischen Ozean freigibt. Die Höhenzüge der Westküste sind mit Primärwald bewachsen. Der Cirque de Mafate ist an zwei Gemeinden des Westens angeschlossen: La Possession und Saint-Paul, und kann mit einem Blick vom Maïdo oder dem Dos d'Âne erfasst werden.  Es gibt mehrere Wege, die nach Mafate führen (Îlet des Orangers, Roche Plate, Cayenne...).

La Possession, wo die Schiffe des Roy de France anlegten


~ 27.000 Einwohner, 11.822 Hektar (Webseite der Gemeindeverwaltung)

La Possession bietet:
  • Wanderungen: Roche Vert Bouteille, Dos d’Âne, Roche Ecrite, Mafate, Îlet à Malheur
  • Ausblick auf den Cirque de Mafate von Dos d'Âne aus
  • Der Cirque de Mafate: die Zone rechter Hand des Flusses  Rivière des Galets (La Nouvelle, Aurère, Grand Place, Îlet à Bourse, Ilet à Malheur und die Plaine aux Sables) gehört zu La Possession. Die andere Seite (Marla, Roche Plate, Îlet des Orangers) gehört zu Saint-Paul.

Ein kurzer Geschichtsabriss von La Possession:
  • 1649: Salomon Goubert, Kommandant der Fleute  "Saint Laurent", bringt eine Gedenktafel  an einen Baum der Gestade der Bucht von La Possession an.
  • 1834: Aufteilung der Gemeinde Saint-Paul.
  • 1890: Gründung der Gemeinde La Possession

Le Port, Wiege des Gewerkschaftswesens


~ 39.000 Einwohner, 1.660 Hektar, die kleinste Gemeinde der Insel (Webseite der Gemeindeverwaltung)

Le Port bietet:
  • ehemalige Häuser der Angestellten und Aufseher der Eisenbahngesellschaft
  • große Gebäude, die den Sitz der wichtigen Navigationsgesellschaften beherbergten
  • typisch koloniale sowie afrikanische Architektur , wie sie Ende des 19. Jahrhunderts en vogue war (Rue Lepervanche)
  • Kais des alten Hafens an der Pointe des Galets im Westen, mit ihrem Yachthafen
  • Industrielle Gebäude (Zuckersilo und Lagerhäuser), im westlichen Hafen
  • neuer Handelshafen im Osten
  • Seemannsfriedhof
  • Insektarium
  • Veranstaltungen bei der Markthalle
  • Veranstaltungen im Kabardock
Ein kurzer Geschichtsabriss von Le Port
  • 1886: Einweihung des Hafens an der Pointe des Galets, nicht lange nach der des Hafens in Saint-Pierre. Der Bau des Hafens zog zahlreiche Arbeiter in dieses wüstengleiche Land . Als wichtigste Industriestadt der Insel ist Le Port die Wiege des Gewerkschaftswesens auf La Réunion.  
  • 1895: Gründung der Gemeinde Le Port
  •  

Saint-Paul, Grundstein für die Bevölkerung von La Réunion


~ 93.000 Einwohner, 24.028 Hektar (Webseite des Fremdenverkehrsvereins OuestWebseite der Gemeindeverwaltung)

Eine der größten Gemeinden Frankreichs. Die Bucht ist die größte der Insel; zu Saint Paul gehören  auch der Badeort Saint-Gilles und der linker Hand des Rivière des Galets liegende Teil des Cirque de Mafate (Marla, Roche Plate, Îlet des Orangers). 

Saint-Paul bietet:
  • Ausblick auf den Cirque de Mafate vom Maïdo
  • Seemannsfriedhof:  Erinnerung an die großen Namen von La Réunion, darunter  Leconte de Lisle
  • Markt
  • Strände in Boucan Canot, Roches Noires, l' Ermitage, la Saline, Trou d'Eau...
  • Das Stadtviertel Villèle, in Saint-Gilles-les-Hauts mit dem Museum "Musée de Villèle", der  Chapelle Pointue (1845 im neogotischen Stil erbaut) und der Chapelle la Misère, in den 80er Jahren errichtet und mit ihren bunten Farben typisch für die tamilischen Tempel auf La Réunion. Neben den wöchentlichen Zusammenkünften feiert sie jedes Jahr drei wichtige religiöse Feste, die den Göttinnen Marliemin, Pandiali (Feuerläufe) und Karli gewidmet sind.
  • Wanderungen im Gebiet um Mafate
  • "Petite France" mit Geraniengewinnung und Mountainbike-Pfaden auf der Straße des Maïdo
  • L' Etang
  • Golfplatz  Bassin Bleu
  • Aquarium in Saint-Gilles
  • Der "Jardin d' Eden".

Ein kurzer Geschichtsabriss von Saint-Paul:
  • 1638, dann von Neuem 1642: vorübergehende Inbesitznahme von von den Gouverneuren in Fort-Dauphin (auf Madagaskar) ins Exil getriebenen Meuterern.
  • 1663: Landung von Louis Payen mit zehn Madagassen. Geburt von Anne Mousse, erstes Kind von Bourbon madagassischer Herkunft, Ahnfrau der meisten Reunionesen.
  • Beste Ankerbucht: eine der wenigen Stellen - zusammen mit der Marina von Saint-Pierre, an denen die Schiffe relativ sicher ankern konnten.
  • Der Titel "Bezirksstadt" geht über auf Saint-Denis.
  • Ruhmreiche Zeiten dank dem Zuckerrohr, dem Kaffee und der Geranie.

Trois-Bassins: die Füße im Wasser, den Kopf in den Wolken


~ 7.000 Einwohner, 4.258 Hektar

Der Name stammt von drei natürlichen Becken an der Küste, die heute nicht mehr existieren und am Ende der gleichnamigen Schlucht lagen. Landwirtschaft (Zitrusfrüchte, Erdbeeren) und Waldwirtschaft (zwei Drittel der von der Gemeinde eingenommenen Fläche werden von der französischen Forstverwaltung verwaltet) :
  • 1960 wurde ein Wald aus japanischen Sicheltannen angepflanzt, um den Import von Holz für Bauarbeiten einzugrenzen
  • endemische Arten der ursprünglichen Wälder sind Tamarinden, kleine und große Dombeya und viele Mischarten, 
  • Reunion-Brillenvogel, Maskarenen-Paradiesschnäpper, Maskarenen-Brillenvogel,  Reunionweihe ...

Trois-Bassins bietet:
  • den kleinen Strand "de la Souris-Chaude".
  • Aufstieg zum Grand-Bénare, dem zweithöchsten Gipfel der Insel
  • Wald  des hauts de Trois-Bassins (über die Route Forestière Maïdo-Tévelave zu erreichen)
Ein kurzer Geschichtsabriss von Trois-Bassins :
  • 1649: eine von Flacourt erstellte Landkarte zeigt les Trois-Bassins, gegründet auf Versicherungen der ersten Verbannten von Fort-Dauphin.
  • südliche Grenze der Kolonisierung, über die hinauszugehen verboten war. Das Verbot wurde jedoch nicht beachtet, um das Monopol der Indischen Handelsgesellschaft zu umgehen und mit den Seeleuten an Bord der vor der Schlucht liegenden Schiffe direkt zu handeln:  Obst, Gemüse und frisches Fleisch gegen Gewehre, Pulver und Goldstücke.  
  • Gründung der vorher zu Saint-Paul und Saint-Leu gehörenden Gemeinde im Jahr 1897. erster Bürgermeister: Henri Auber.