Sophora sp
Der Baum hat immergrüne Blätter und blüht im Sommer, was ihn von der anderen Sophora-Art unterscheidet, der unter dem Namen "kleine Tamarinde der Hauts" bekannt ist.  
Man findet ihn hauptsächlich in Cilaosin mittlerer Höhenlage.
(Photos: Jean Bernard PAUSE / Jean René BEGUE)
 

Pisonia lanceolata
Man glaubte, daß er auf der Insel Mauritius endemisch sei, dennoch wurde er in einigen Schluchten der Insel La Réunion entdeckt.  Obwohl sein Stamm mehr als einen Meter Durchmesser hat, blieb er lange Zeit unbeachtet - er hat nicht einmal einen gebräuchlichen Namen.  
(Photos: Jean Bernard PAUSE / Jean René BEGUE)
 

Dombeya sp. (Weiblich)
Die Phylogenese ermöglichte es erst vor Kurzem, ihn von seinem Cousin, dem Dombeya ciliata, zu unterscheiden.
Sein Stamm ist mächtiger und im Winter trägt er stark duftende Blüten. Er kommt überall auf der Insel in niedriger und mittlerer Höhenlage vor.  
(Photos: Jean Bernard PAUSE)
 

 

Dombeya sp. (männlich)
Er wird oft mit dem Dombeya ficulnea verwechselt; er besitzt ein wunderschönes Laubkleid und blüht im Sommer. Der kleine, weniger als 4 Meter hohe Baum wächst überall auf der Insel in 1200 bis 2200 Meter Höhenlage.
(Photos: Jean Bernard PAUSE)
 
Von den grünen Wäldern im Hochland zu den von der Sonne verbrannten Savannen, von den noch rauchenden Lavaströmen zu den durchsichtigen Wassern der Lagune: jede Landschaft ist sowohl eine Augenweide als auch ein bemerkenswertes Biotop.
Menschen, Pflanzen und Tiere teilen dieselbe Geschichte: alle sind von überallher auf der Welt gekommen, um eine noch unberührte Insel zu kolonisieren.
Fauna und Flora wurden von Wind und Wasser hierhergetragen und haben sich niedergelassen; einige haben sich verändert und brachten völlig neue Spezies hervor: die endemischen Arten von La Réunion.
Es ist erstaunlich, aber auch heute noch werden regelmäßig von Freiwilligen und professionnellen Wissenschaftlern neue Arten entdeckt oder wiederentdeckt.
Die milden Temperaturen machen aus der Insel einen tropischen Garten mit tausend Formen und Farben: mehr als sechshundert Pflanzenarten gedeihen auf La Réunion.

Ein Vulkanausbruch bringt eine neue Fischart hervor, eine originelle Methode der Prospektion fördet winzige Insekten zutage, Forscher taufen neue Baum-, Vogel- Farn-, Orchideen- Muschel- oder Schmetterlingsarten … In Zeiten, in denen die menschliche Aktivität und der Klimawandel uns um unsere Ökosysteme bangen lässt, zeugt die Tatsache, daß der vollständige Bestand noch immer unbekannt ist, von der Notwendigkeit der Durchführung von Schutzmaßnahmen und der Veränderung der Einstellungen und des Verhaltens. Den Reunionesen ist das Glück, auf einer außergewöhnlichen und fragilen Insel zu leben, immer bewußt gewesen, und sie bieten gern ihren Besuchern das Privileg, sie ebenfalls zu entdecken.

Im Jahr 2010, dem internationalen Jahr der Biodiversität, war die Insel immer ganz vorn auf der Bühne des nachhaltigen Tourismus.  Und für die, die den Lehrpfad « La Roche Écrite » betreten: achten Sie auf den delikaten Duft einer eben erst entdeckten Ranunkel …