Üppige Wälder, in denen wilde Orchideen blühen, Gipfel wie aus einer Mondlandschaft, Korallenriffs … trotz aller menschlichen Aktivitäten bestehen 30 % der reunionesischen Natur heute noch genauso wie zu der Zeit, als die Insel unbewohnt war. Um dieses Erbe zu bewahren, wurden ein Nationalpark und ein Meeresreservat gegründet.

Aus Unterwasser-Vulkanismus entstanden, war La Réunion niemals mit einem Kontinent verbunden. Die Lebensformen entwickelten sich je nach der Höhenlage und dem mehr oder weniger starken Niederschlag  ganz verschieden.  
  • Savanne und Trockenwald: an der Küste im Westen erstrecken sich Grasland und Dornengestrüpp;
  • Halbtrockener Wald: die Küste an der Leeseite der Insel mit ihren Hängen und Schluchten bietet zahlreichen seltenen Arten Schutz;
  • Der "Bunthölzerwald" der niedriggelegenen Gebiete: im "wilden Süden" und auf halber Höhe im Osten gibt es eine außerordentlich reiche Vegetation: mehr als 40 Baumarten, oft nirgendwo anders auf der Welt zu finden. Orchideen, Moos und Farne tragen zu ihrer Magie bei;
  • Der "Bunthölzerwald"der höhergelegenen Gebiete: rund um die Insel sind die großen Bäume dieses üppigen "Nebelwaldes" mit Flechten, Moos und Aufsitzerpflanzen bedeckt;
  • Tamarindenwald der "Hauts": man findet ihn ausschließlich auf La Réunion. Er erstreckt sich auf ebenen Flächen, wo die Tamarinden  unter dem Einfluß des Windes interessante und gewundene Formen annehmen;
  • Die Gipfel: über 1.700 m Höhe wird die Heidelandschaft von der Mineralwelt abgelöst.

Alle Vegetationstypen sind in den Espaces Naturels Sensibles, den Empfindlichen Naturräumen, vertreten, die vom Generalrat (Conseil Général) in Partnerschaft mit Gemeinden, Gemeindeverbänden, dem Staat und verschiedenen anderen Verantwortlichen verwaltet werden.