Erinnerung an die geltenden Regelungen
(Präfektur La Réunion)

Der Erlass des Präfekten vom 12. Februar 2016 betrifft die vorläufige Regelung für das Baden und andere nautische Aktivitäten und beschränkt die dem Haifischrisiko ausgesetzten Aktivitäten auf eine Zone von 300 Metern vor der Küste des Departements La Réunion; davon ausgenommen sind die Lagune und - was die Gebiete außerhalb der Lagune betrifft - die von den Gemeinderäten definierten überwachten und angelegten Badezonen.  Die an den Stränden von Boucan-Canot und Roches Noires (Gemeinde Saint Paul) in den Experimentationsgebieten (ZONEX) angebrachten Anti-Hai-Netze bieten die Möglichkeit zu überwachten Aktivitäten außerhalb der Lagune. Dennoch sind Baden und die Ausübung nautischer Aktivitäten innerhalb dieser angelegten Zonen nur unter den dem Publikum von den Gemeindeverwaltungen vor Ort mitgeteilten Bedingungen und zu bestimmten Zeiten möglich. Tatsächlich können diese angelegten und überwachten Zonen nicht permanent geöffnet werden, da die Verfügbarkeit der Netze von den Wetterbedingungen im Winter auf der südlichen Erdhalbkugel, zum Beispiel dem Wellengang, abhängig ist. Außerhalb der von den Gemeinden bestimmten Zeiten und Bedingungen, die vor allem durch Zeichen in den betreffenden Zonen (Fahnen, Wimpel, Schilder) mitgeteilt werden, ist die Ausübung nautischer Aktivitäten gefährlich und strengstens verboten.

Der Präfekt von La Réunion appelliert an die Verantwortung aller und erinnert daran, daß es lebenswichtig ist, die geltenden Verbote zu beachten.

Quelle: http://www.reunion.gouv.fr/attaque-de-requin-a-boucan-canot-a1906.html
 
Damit Sie sich am Strand und in der Lagune richtig entspannen und in völliger Sicherheit ihrem Lieblingswassersport frönen können, wurden in Saint-Gilles-les-Bains Haifischnetze installiert:

An den "Roches Noires":

Haifischnetze von derselben Art wie die, die den Strand von Boucan Canot absichern, wurden am 2. Februar 2016 auch am Strand der Roches Noires aufgebaut. Der Spot wurde am 5. Februar 2016 offiziell für Badende und Surfer freigegeben, und seither können alle nautischen Aktivitäten, Gleisportarten eingeschlossen, dort ausgeübt werden.

In Boucan Canot

Am 11. Dezember 2015 wurden Surf, Bodyboard und alle anderen nautischen Aktivitäten in Boucan Canot wieder aufgenommen. Die Fahnen, die diese Sportarten erlauben, wurden zur großen Freude ihrer Anhänger an diesem Tag wieder gehisst: das Anti-Hainetz ist offiziell einsatzbereit. Es ist 680 Meter lang und reicht vom natürlichen Becken von Boucan bis in Höhe des Hotels Le Saint-Alexis. Es besteht aus soliden, 40/40 cm  großen Maschen, ist mit waagrechten Stahlseilen am Boden fixiert und reicht bis in 11 Meter Tiefe.

Absicherungsmaßnahmen 

Zusätzlich zu den Hainetzen am Strand von Boucan Canot und bei den Roches Noires gibt es noch zahlreiche andere Maßnahmen  - etwa die Hai-Wache, das Programm "Cap Requins" sowie Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen. In Zukunft werden auch der Spot in Trois Bassins und der Spot des Aigrettes mit Sicherungsnetzen ausgestattet. 

Baden und nautische Aktivitäten in völliger Sicherheit 

Die Westküste der Insel bietet viele Möglichkeiten für alle Arten von Wassersport unter der Aufsicht von staatlichen, gut ausgebildeten Strandwächtern. Baden und einige nautische Aktivitäten in den durchsichtigen, warmen türkisblauen Gewässern der Lagune und in überwachten Zonen bis zu 300 Metern vor der Küste sind seit dem Erlass des Präfekten vom 12. Februar 2016 wieder erlaubt.
Der Präfekt von La Réunion rät den Besuchern zu äußerster Vorsicht für alle Aktivitäten am und im Meer, insbesondere solchen, bei denen sie dem Hai-Risiko ausgesetzt sind. Er erinnert an die Notwendigkeit, die geltenden Sicherheitsregeln zu beachten und die Vorsichts- und Überwachungsmaßnahmen am Strand (klassische Signalisierung durch grüne, gelbe und rote Fahnen) und zum Hai-Risiko zu respektieren. Er erinnert außerdem daran, daß man niemals in einer verbotenen oder als gefährlich ausgewiesenen Zone ins Wasser gehen und, einmal im Wasser, seine Wachsamkeit nicht vergessen darf: die von den öffentlichen Behörden getroffenen Maßnahmen können das Risiko, das mit der allseits bekannten Gegenwart von Haien vor der reunionesischen Küste einhergeht, nicht hundertprozentig bannen.
Alle Aktivitäten, die mit dem Meer in Verbindung stehen, sind den präfektoralen und stättischen Erlassen unterworfen. Bevor man eine solche Aktivität ausübt, ist es unabdinglich, sich gründlich über diese Regelungen zu informieren.

Acht Initiativen der Regierung, um das Hai-Risiko zu bekämpfen

Nach einer Besprechung in Saint-Paul mit den verschiedenen lokalen Partnern in dem Bemühen, das Hai-Risiko zu minimisieren, gab der Minister für Überseedepartements, George Pau-Langevin, am 24. April 2015, acht Initiativen bekannt, um die Verwirklichung des "Plans zur Verringerung des Hai-Risikos auf La Réunion" zu verstärken und zu beschleunigen.
 

Andere Maßnahmen zur Absicherung der Bade- und nautischen Aktivitäten  

Reunionesisches Komitee zur Verringerung des Hai-Risikos (C4R) 
Das Reunionesische Komitee zur Verringerung des Hai-Risikos ("C4R") legt die verschiedenen Programme dar, die vom Staat, dem Bezirksrat von La Réunion, den Gemeinden, der Surf-Liga, dem regionalen Komitee für Fischerei und marine Aufzucht (CRPMEM) und verschiedenen Vereinen im Hinblick auf das Hai-Risiko getragen werden. Die Projekte sind in der Strukturierungsphase begriffen und erlauben, für das Jahr 2015 eine progressive und überwachte Wiederaufnahme der vom Hai-Risiko betroffenen Aktivitäten vorzusehen.
 

Um der Spezifizität des reunionesischen Kontexts gerecht zu werden, wird die Hai-Risiko-Bewältigung im größeren Rahmen behandelt und einige komplementäre Lösungen werden vorgesehen. Dies ist das Konzept der "sukzessiven Sicherheitsbarrieren", die an Stätten, an denen nautische Aktivitäten stattfinden, experimentiert werden:
:
  • Absicherungsprojekte, von den Stadträten getragen (Installierung von Sicherheitsnetzen, Forschung im Bereich von innovativen Sicherheitsvor- und einrichtungen)
  • Projekt "Cap Requin" und Programm "Valorequin", getragen vom CRPMEM.
  • Das "Verstärkte Hai-Überwachungsprogramm" (VRR), von der reunionesischen Surf-Liga getragen
  • Das dem Hai-Risiko verschriebene "Centre de ressources et d’appui" ist seit dem 1. September 2014 aktiv. Sein Ziel ist es, die Antwort der öffentlichen Behörden auf das permanente Risiko auf lange Sicht hin zu organisieren. Das Centre mobilisiert alle lokalen Kompetenzen, um einen mehrjährigen Aktionsplan Für die Jahre 2015 -2020 aufzustellen und umzusetzen. Der Plan enthält einsatzbereite Absicherungs- und Verhütungsmaßnahmen, die auf wissenschaftlicher Kenntnis und technischer Innovation beruhen. Informations-, Kommunikations-, Erziehungs- und Kooperations-Aktionen (auf internationaler Basis) sind ebenfalls vorgesehen.

Zum Downloaden: Pressemitteilung zum Treffen des Comité réunionnais de réduction du risque requin (C4R) am 12. Februar 2015

Downloaden der verschiedenen Aufklärungsbroschüren im Einzelnen:
- La pratique des activités nautiques à La Réunion (Format PDF - 1.1 Mo)
- Évolution de la règlementation des activités nautiques à La Réunion (Format PDF - 1.1 Mo)
- Les différentes mesures de réduction du risque requin à La Réunion (Format PDF - 1.1 Mo)

http://www.reunion.gouv.fr/spip.php?article3602



Regionaler Interministerieller Kommunikationsdienst - Service régional de la communication interministérielle
Préfecture de La Réunion
Tel. 02 62 40 74 18 / 74 19
communication@reunion.pref.gouv.fr

 

Ratschläge

  • Baden Sie ausschließlich in überwachten Badezonen, und niemals in verbotenen oder als gefährlich ausgewiesenen Zonen.
  • Informieren Sie sich bei den Rettungsschwimmern am Strandüberwachungsposten über eventuelle Gefahren: Strömung, Wetterlage (Wasser und Luft, Dünung, Gewitter, Unwetter) und die Bedingungen im des Wasser (Verschmutzung, Quallen, Haie)
  • Baden Sie nur, wenn Sie in guter körperlicher Verfassung sind:
  • Baden Sie nicht, wenn Sie sich müde fühlen (z. B. nach einer langen Reise oder nach Alkoholkonsum). Überschätzen Sie nicht Ihre Fähigkeiten oder Ihre Kondition. 
  • Baden Sie nicht, wenn Sie verletzt sind
  • Nehmen Sie Ihre körperliche Aktivität schrittweise auf, nicht plötzlich
  • Baden Sie nie allein. Selbst ein sehr guter Schwimmer kann von einem Krampf oder eine Unwohlsein befallen werden. Ziehen Sie die Lagune dem offenen Meer vor, ihr Korallenriff bietet einen natürlichen Schutzwall.
  • Schützen Sie sich vor Hydrocution (Wassertemperaturschock), Dehydrierung und Sonnenstich:
  • Bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne, suchen Sie den Schatten 
  • Gehen Sie langsam ins Wasser - vor allem nach einem ausgedehnten Sonnenbad.
  • Tragen Sie regelmäßig wieder neue Sonnenschutzcreme auf
  • Trinken Sie viel Wasser
  • Gehen Sie nicht bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ins Wasser. Felsen können glitschig und rutschig sein, vermeiden Sie sie an Tagen mit starker Dünung.
  • Entfernen Sie sich nicht allzu weit vom Strand und hüten Sie sich vor Strömungen. In der Lagune vermeiden Sie die "Passe". Respektieren Sie die Anweisungen der Rettungsschwimmer. Badeschuhe schützen in der Lagune vor Verletzungen an Korallen oder Seeigeln - aber auch mit Schuhen treten Sie bitte nicht auf die Korallen und nehmen auch keine stücke davon mit. Korallen stehen unter Naturschutz und die Nichtachtung wird strengstens bestraft.
  • Fischen und Angeln: lassen Sie Ihre Beute nicht im Wasser. Fischen oder Angeln Sie nicht auf dafür nicht zugelassenen Wasserfahrzeugen (Surfbrett, Kajak, Luftmatratze oder ähnliches)
  • Surf: Informieren Sie sich bei der Ligue Réunionnaise de surf nach betreuten Surfsessions.
  • Ausflüge auf dem Meer: Informieren Sie sich vor der Abfahrt bei der Capitainerie. Fahren Sie nie bei starker Dünung oder bei Unwettern hinaus.
  • Tauchen: Für einen Schnupperkurs oder einen Tauchgang wenden Sie sich am besten an einen anerkannten Professionelle, der Ihnen die Reichtümer des Ozeans zeigen kann - in völliger Sicherheit und mit viel Gespür.
  • Fauna und Flora: Die Lagune birgt keine eigentliche Gefahr, aber man sollte auf seinen Weg achten, damit man nicht auf Seeigel, Korallen oder Steinfische tritt. Quallen sind eher selten.
Nützliche Telefonnummern
Die Ile de La Réunion hat ein ausgezeichnetes Netz von Pflegekräften, Ärzten und gut ausgestatteten Krankenhäusern.
Notfallnummer: 112
Rettungsdienst: 15
Feuerwehr: 18
Wettervorhersage: Tel. 0892 680 808 (0,30 € /Minute, inkl. MWST.)

Comité Régional de Tourisme
Ile de La Réunion Tourisme (IRT)
Plateforme d’information et de réservation
Alle nützlichen Informationen für Aktivitäten am Meer: Tel. 0810 160 000 (Anruf zum Ortstarif)), 7 Tage in der Woche.