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Der Süden der Insel

Ein Land für alle Sinne: tropische Düfte und Genüsse

Natur und Kultur

An der Küste laden die weiten, von Restaurants und Bars gesäumten Strände Sie dazu ein, einen Faulenzertag einzulegen. Am Abend beginnt die Fete: Bars, Diskotheken, Musikbühnen bieten tausend Gelegenheiten, im lebhaften Rhythmus des Maloya zu leben. Es mangelt nicht an Festivals und kulturellen Veranstaltungen: allen voran der Sakifo, das die Stadt elektrisiert, die ohnehin schon nie zu schlafen scheint. Das Stadtzentrum birgt architektonische Schätze: Gebäude der Compagnie des Indes, traditionelle Wohnhäuser, Kultstätten … 

In Petite-Île, dem Gemüsegarten von La Réunion mit seiner fruchtbaren Erde, zeigt Ihnen die  Maison des Abeilles die Geheimnisse der Honiggewinnung. Es gibt auch einen Weg, von blühenden Gärten eingerahmt, an dem sich Kunsthandwerker niedergelassen haben, die mit viel Fantasie alle Arten von Materialien verarbeiten: Holz, emailliertes Lavagestein, Porzellan, Bambus,  und sie in Kunstschmiedeobjekte und Schmuckstücke umwandeln ... In Saint- Joseph, führt das Labyrinthe en Champ Thé Sie Schritt für Schritt vom Teestrauch zur Tasse, die Sie respektvoll zu sich nehmen, denn dies ist der einzige Tee der Insel! In La Plaine des Grègues ist das Eintauchen in die Landeskultur noch stärker zu spüren. Ein Besuch in der Maison du Curcuma, dem hiesigen Safran, erklärt Ihnen den Vorgang der Gewinnung dieses Gewürzes, dem Grundstein eines jeden Cari. Im Dorf Grand Coude liegt die Maison Laurina, die den Duft des kostbaren Café Bourbon Pointu verströmt. Ein Stückchen weiter, in Saint- Philippe, ist die Vanille die Königin. Der "forêt de Mare Longue", erst kürzlich ins Welterbe der UNESCO aufgenommen,  beherbergt zahlreiche wunderschöne endemische Pflanzenarte, darunter Takamaka (Calophyllum inophyllum) und Ebenholzgewächse. Im Jardin des Parfums et des Épices zeigt Ihnen ein Führer eine Kostprobe und erklärt Ihnen die wichtige Rolle der Artenvielfalt.

Kreolischer Charme und Streifzüge durch die Natur
Die Zuckerrohrfelder an der Flanke der Felsformationen zeichnen die Landschaft des Südens.  Saint-Louis ist das Zentrum der landwirtschaftlichen Geschichte dieses Teils der Insel, deren Aushängeschild die Fabrik Le Gol ist. Sie können sie während der Erntezeit besichtigen. Auf dieser ehemaligen Kaffeeplantage, die später in eine Zuckerrohrplantage umgewandelt wurde, ist das Museum der dekorativen Künste des Indischen Ozeans, das Musée des Arts Décoratifs de l’Océan Indien, ein Kleinod, das sie nicht versäumen sollten. Ein Stück weiter bietet La Saga du Rhum in der Brennerei Isautier in Saint-Pierre einen Blick auf die Menschen, die Technik und die Geschichte.

Grand Anse ist ein begehrter Platz für die sonntäglichen Picknicks in einem Wald am Strand, wo die Einwohner sich gern um einen "z’embrocal" versammeln und bis zum Abend Karten spielen, singen und tanzen. Hier können Sie das authentische kreolische Lebensgefühl kennenlernen. L’Étang-Salé ist sowohl ein beliebter Badeort wie ein begehrter Surfspot. Es mangelt nicht an Aktivitäten für Groß und Klein. Sie können eine Partie Golf spielen, die Kinder in den Krokodilpark führen, sie sich im Park AkOatys austoben lassen oder sich im Schatten der Filaos auf dem schwarzen aus Basalt, Olivin und Korallen bestehenden Sandstrand ausruhen.
 

Der Wald von L’Étang-Salé ist hervorragend geeignet für Wanderungen, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad - unter  Filaos- und Tamarindenbäumen, die im Lauf der Zeit hier gewachsen sind. Wenn Sie dem Küstenpfad folgen, der nach Saint Pierre führt, treffen Sie auf die Fischer, die sich bei Tagesanbruch auf den Felsen niederlassen, und an dem "Le Gouffre" genannten Ort erwartet Sie eine Überraschung: stellen Sie sich den Ozean vor, wie er sich in eine Schlucht aus schwarzen Felsen stürzt und wild schäumend mit erstaunlichen türkisblauen  Reflektionen wieder zurückrollt. L'Entre-Deux ist dagegen viel ruhiger - ein charmantes Dorf, das sich zwischen zwei Arme des Flusses schmiegt. Der Charme aus früheren Zeiten ist hier durch die bunten, mit Schabracken geschmückten Häuserwände weiterhin lebendig. Die lokalen Kunsthandwerker verstehen sich gut auf die Verarbeitung und das Flechten von Choca, einem Agavengewächs, dessen vielfältige Verwendungen Sie erstaunen werden.

Von hier aus können Sie eine Wanderung zum majestätischen Dimitile unternehmen; auf dem Weg dorthin haben Sie bei Cilaos eine wundervolle Aussicht auf das umliegende Land. Der Primärwald von Tevelave empfängt Sie mit seinen endemischen Pflanzen- und Vogelarten, die hier heimisch sind. In den Höhen von Saint-Louis gibt das "fenêtre des Makes" einen herrlichen Blick auf Cilaos frei. In Vollmondnächten erlaubt Ihnen das auf Anregung von Hubert Reeves hier errichtete astronomische Observatorium, den Sternenhimmel am Wendekreis des Steinbocks zu beobachten.