-A +A

Der Nationalpark von La Réunion

Eine einzigartige Naturwelt


Das gebirgige Landesinnere von La Réunion bietet seinen Besuchern grandiose Landschaften und außergewöhnliche Naturschauspiele, die als Nationalpark geschützt sind. Dies ist der einzige französische Park, dessen Herzgebiet sowie vier angrenzende Zonen von der UNESCO auf die renommierte Liste des Weltnaturerbes gesetzt wurden. Die abwechslungsreichen Panoramen der “Vulkanlandschaften, Talkessel und Hochebenen” und der Reichtum der Tier- und Pflanzenwelt auf La Réunion (einem der vierunddreißig weltweit wichtigsten Orte in Bezug auf die Biodiversität) machen die Insel zu einer einzigartigen Besonderheit. Ihr Inselcharakter, gepaart mit hohen Reliefs und günstigen Klimaverhältnissen haben dazu geführt, dass die natürlichen Milieus sich so vielfältig entwickelt und zahlreiche endemische Spezies hervorgebracht haben. 

Ihr Relief verdankt die Insel zum Großteil den beiden zusammengewachsenen vulkanischen Massiven. Das Massiv des Piton des Neiges ist berühmt für seine drei "cirques", die Talkessel, die auf Erdrutsche und Erosionsbewegungen zurückgehen. Sie sind kleeblattförmig um den ehemaligen zentralen Vulkan herum angeordnet und werden von hohen Gebirgsformationen eingegrenzt. Das Massiv des Piton de la Fournaise umgibt einen der aktivsten  - und streng überwachten - Vulkane der Welt. Ein besonderes Merkmal des Nationalparks ist auch die Tatsache, dass er bewohnt ist, wobei die Menschen hier in engstem Kontakt mit der Natur leben (beispielsweise in den Weilern des Talkessels Mafate).
 
Auch in den umliegenden Gebieten ist die Bindung  an die Natur sehr eng und gut spürbar: der Anbau von Nährpflanzen und die bunten Gärtchen an den kreolischen Häusern laden den Besucher zur Entdeckung von originellen Pflanzenarten ein. Der mühevolle Zugang zu diesen  geschützten Fleckchen Erde "am anderen Ende der Welt" und die Begegnung mit neuen Kulturen spielen zusammen, um eine Alternative zum städtischen Leben und den Aktivitäten der Küste zu bieten.
 

 


AUCH NOCH ANDERE ORTE GEHÖREN ZUM ERBE DER "VULKANLANDSCHAFTEN, TALKESSEL UND HOCHEBENENEN"

Ebenfalls inmitten des Nationalparks liegen vier andere Orte, die dem Gebiet des UNESCO-Weltnaturerbes angehören: Der Wald von Mare-Longue in Saint-Philippe, der die besterhaltenen Überreste von feuchtem Tropenwald in niedriger Höhe beheimatet (der "forêt de bois de couleur des Bas"); der Berggipfel Pain de Sucre und die Kapelle im Talkessel Cilaos in der schmalen Schlucht, die von den wilden Wassern des Bras Rouge geschaffen wurde (der Besucher kann in eine ehemalige Magma-Kammer eintreten, die allerdings seit hunderttausend Jahren keinem Ausbruch mehr Nahrung gibt); der Berggipfel Piton d’Anchaing im Talkessel Salazie, ein 1 356 Meter hoher Felsblock; die Grande Chaloupe zwischen Saint-Denis und La Possession mit einem der letzten Reste eines halbtrockenen Walds, wie er früher an der ganzen Westküste der Insel existierte. Ausgehend von den wenigen noch übrigen Hektaren wurde ein großangelegtes Restaurations- und Rekonstitutionsprogramm unternommen.
Auf den vielen angelegten Wanderpfaden der Insel treffen die Angestellten des Nationalparks, die durch ihre Kleidung kenntlich sind, an Sonntagvormittagen oder an Feiertagen die Besucher. Stellen Sie ihnen all Ihre Fragen - sie werden sich über Ihr Interesse freuen und ihr Wissen über das natürliche, kulturelle und geologische Erbe der Insel mit Ihnen teilen. Ihre wichtige Aufgabe ist es, Besucher zu empfangen und zu informieren sowie die Naturgebiete zu verwalten, über sie zu wachen und ihre nachhaltige Entwicklung zu fördern.