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Ich war auf dem Mond...

Bourg-Murat/ Mondlandschaft La Plaine des Sables

https://youtu.be/71yXX7JCibI

Im Königreich des Vulkans

 
Die Straße zum Piton de la Fournaise führt durch eine absolute Mondlandschaft: die Plaine des Sables, eine weite Fläche aus Schlacke und Vulkangesteinen auf einer Höhe von über 2 000 Metern.
 
Das Ziel unserer Tageswanderung ist kein geringerer als der Piton de la Fournaise, eine der Glanznummern des großen reunionesischen Naturschauspiels und einer der aktivsten Vulkane der Erde. Selbst wenn er nicht gerade brodelt, verdient die Majestät La Fournaise einen Besuch, zumal die zu ihm führende Straße 5-Sterne-Kulissen durchquert!
 
Zunächst führt sie bergauf durch einen Sicheltannenwald; das sind Nadelhölzer mit geradlinigem Stamm. Nach kurzer Zeit macht er einer aufgrund der kühlen Höhenlagen verkümmerten Vegetation Platz. Jetzt wird die Straße inmitten einer Landschaft, wo Vulkangestein allgegenwärtig ist, zum Weg.
 
Eine Hochebene zwischen Himmel und Erde
Wir erreichen den 2 350 Meter hohen Pass Pas des Sables an der Kante eines Steilhangs. Ein atemberaubender Panoramablick bietet sich unseren Blicken: eine Wüste mit rotbrauner Schlacke, die einen absolut mondähnlichen Charakter besitzt. La Plaine des Sables erstreckt sich vor unseren Augen!
 
Beidseitig wird sie im Norden und Süden vom Wolkenmeer begrenzt. Auf mehreren Kilometern scheint die karge Wüste zwischen Himmel und Erde zu liegen. Das Vulkangestein und der vulkanische Sand ändern ihre Farben im Licht der Sonne. Durch die zeitweise über sie hinweg wabernden Nebelschwaden oder die Wassermengen des Südsommers bietet sie ein ständig wechselndes Schauspiel.
 
Im Königreich des Vulkans
Wir durchqueren La Plaine des Sables und haben dabei den Eindruck, auf dem Mond zu laufen. Das Ende der Straße ist nah: der 2 632 Meter hohe Aussichtspunkt auf dem Gipfel des Piton de la Fournaise, Le Pas de Bellecombe. Der Vulkan thront inmitten eines hohen, hufeisenförmigen Steilhangs, der Vulkanebene L’Enclos, die sich aus den zahlreichen Einstürzen herausgebildet hat, welche die geologische Geschichte des Massivs begleiteten.
 
Auf das Geländer gestützt lasse ich meinen Blick über den Grund dieser Ebene L’Enclos schweifen, welche die Narben tausender Eruptionen trägt. Die schwarzen Spuren der jüngeren Lavaströme bedecken den Felsen, welcher von den Witterungseinflüssen der älteren Vulkanausbrüche aufgeweicht wurde. Überall erahnt man die dantischen Formen erstarrter Magma. Ein wunderschöner Skulpturengarten, den man mindestens einmal im Leben bewundert haben muss!

Grandiose und spektakuläre Landschaft

Der Piton de la Fournaise: einer der aktivsten Vulkane der Erde

Eintauchen in eine fantastische Welt