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Das lebene Laboratorium der Evolution

Reichtum und Fragilität des Ökosystems auf La Réunion

Das Interesse der reunionesischen Fauna liegt vor allem bei den Vögeln und den tropischen Fischen.Im Lauf der Jahrhunderte kamen viele Arten aus Asien und noch öfter aus Afrika und Madagaskar hinzu.  Zahlreiche Tierarten sind im Flug hier angekommen: Vögel, Fledermäuse und Schmetterlinge. Andere wurden von Stürmen un Zyklonen hierhergetragen.

Unter Wasser wird das noch sehr junge Korallenriff von Leben erfüllt; nur wenige Jahre reichen den Korallen und den Fischen aus, um die Lavaströme, die bis ins Meer fließen, zu bevölkern.

An Land zeugen Vögel, Schmetterlinge und Eidechsen davon, wie einfallsreich das Leben sein kann, wenn es sich an neue Bedingungen anpassen muß. Ein gutes Beispiel ist der « zoizo blan », der Maskarenen-Brillenvogel, der dabei ist, in mehrer Unterarten zu mutieren.
Noch heute werden regelmäßig von Freiwilligen und professionnellen Wissenschaftlern neue Arten von Planzen und Tieren entdeckt oder wiederentdeckt.
 
Die Fauna der Ile de La Réunion ist weniger Reich als die Flora, aber es mangelt ihr durchaus  nicht an Originalität.  Es gibt auf der Insel keine gefährlichen giftigen Tiere.

Die Vögel waren zweifellos die ersten Einwohner der Insel. Vom Wind getragen, haben sie sich hier niedergelassen, lange bevor der erste Seeman die Küste von seinem Schiff aus erblickte.  Heute leben hier etwa zwanzig heimische Vogelarten, von denen sechs endemisch sind.  Zahlreiche Arten sind im Kauf der Jahrhunderte ausgestorben, aber viele haben auch die menschliche Prädation überlebt: der Barausturmvogel, der seine Nahrung im Meer findet, aber zwischen 2700 und 2900 Metern Höhe auf dem Piton des Neiges Schutz sucht, und der Sturmtaucher, dessen Gesang die nächtliche Stille in den Karen bricht.