Religionen

Auf La Réunion betet man zu Christus, Allah, Shiva, Heiligen und Göttern

Kultureller Reichtum

Die verschiedenen Kulte bestehen auf der Insel ohne Reibung nebeneinander, was zu einem ausgesprochenem kulturellen und kultischen Reichtum geführt hat. Das ganze Jahr über finden Feste statt: Feuerläufe, Dipavali (das Fest der Lichter), das chinesische Neujahrsfest, das Festival de Guan Di, das Cavadee, die "Fêt Caf" am 20. Dezember (Abschaffung der Sklaverei)  ...
Saint-Denis, Saint-Paul, Saint-Pierre, Saint-Gilles, Saint-Joseph, Sainte-Anne, Sainte-Rose... die Namen der meisten Städte zeugen von der starken Präsenz des Katholizismus auf der Insel. Die Kirchen sind an jedem Sontag und an allen Feiertagen des katholischen Kalenders gut gefüllt  .
Am Straßenrand ziehen kleine, rot bemalte Altäre das Auge auf sich - sie sind einem außerhalb von La Réunion nicht sehr bekannten Heiligen gewidmet: Saint-Expédit. Man glaubt von ihm, daß er die heikelsten Angelegenheiten so schnell lösen kann, wie sein Name es besagt.
Einige Kirchen sind einen Besuch wert: Sainte-Anne mit ihrer quasi "barocken" Architektur, oder Notre-Dame des Laves, in Sainte Rose, von den Lavamassen des Ausbruchs im Jahr 1977 umgeben. Im Herzen des Dorfes Salazie findet sich ... eine Kathedrale. Und in den Höhen von Saint-Gilles ist die von Madame Desbassyn errichtete Chapelle Pointue ein elegantes Gebäude, dessen Besichtigung man gern an die des Musée de Villèle anschließt.
Die Vermischung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen hat zur Vielfalt der Kulte auf La Réunion geführt. Sie werden gewiß darüber erstaunt sein, daß eine Kirche direkt neben einem hinduistischen Tempel steht oder daß der Gebetsaufruf des Muezzin die von Räucherstäbchen begleitete meditative Stille einer benachbarten chinesischen Pagode durchbricht.
Tamilische Tempel und verschiedene "Kapellen" erstrahlen in buntester Farbenpracht. Der Hinduismus kam Mitte des 19. Jahrhunderts mit Arbeitern aus Südindien auf der Insel an.   
Minarette zeigen in den Himmel von Saint-Denis, Saint-Pierre und Saint-Louis. Die Moschee von Saint-Denis, die 1905 von der indo-muslimischen Gemeinde errichtet wurde, ist die älteste in Frankreich. Außerhalb der Gebetsstunden können die Bauwerke besichtigt werden.
Pagoden erlauben den Reunionesen chinesischer Herkunft, oft aus der Region Kanton, den Kultus ihrer Ahnen auszuüben, obwohl sie auch oft dem Katholizismus angehören.
Aus dem religiösen Glauben der afrikanischen und madagassischen Sklaven überlebte ein Ritual, das im Rhythmus des Maloya seinen Ausdruck findet. in der Intimität ihrer "Cases" führen viele Familien den "madagassischen Gottesdienst"  fort, um ihre Vorfahren zu ehren.
Die Führung "La Réunion der Religionen" erlaubt den Besuchern der Insel, sich mit diesen Glaubensrichtungen vertraut zu machen.
Informationen zu Rundfahrten, Führungen und Aufenthalten: Informations- und Reservierungsplattform  Ile de La Réunion - Telefonnummer: 0810 160 000 - www.explorelareunion.com