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Vulkanausbruch am Piton de la Fournaise im Mai 2015

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Luc Perrot

Der Vulkan Piton de la Fournaise

Die Magie der Natur

Einer der meistbesuchten Orte der Insel

Er ist der Star von La Réunion. Von allen touristischen Sehenswürdigkeiten der Insel ist der Piton de la Fournaise die meistbesuchteste. Seit August 2014 enthüllt das Vulkanmuseum Cité du Volcan in der Hochebene La Plaine des Cafres die Geheimnisse dieses riesigen Massivs mit seinen 2.631 Metern Höhe, dessen Silhouette überall präsent ist, selbst wenn  Wolken seinen Gipfel verhüllen. Er brodelt unverwandt, und im Schnitt kommt es alle neun Monate zu einem Ausbruch, was ihn zu einem der aktivsten Vulkane der Welt macht, der dennoch vollkommen ungefährlich ist und für die Besucher eine regelrechte Attraktion darstellt. 

Gut zu wissen!

Wenden Sie sich an einen Bergführer, um den Piton de la Fournaise zu erkunden! So erleben Sie ein Abenteuer in völliger Sicherheit.

Ein kostbarer Feuerriese

Der etwa 500.000 Jahre alte Riese gehört seit 2010 auch zum UNESCO Weltnaturerbe. Er teilt sich diese Ehre mit einem anderen Vulkan auf La Réunion, dem Piton des Neiges, und mit einigen Talbecken und natürlichen Schutzwällen der Insel, die alle dem Nationalpark Parc National de La Réunion angehören. Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet, dessen fantastische Artenvielfalt und -reichtum ein immenses Studien- und Forschungsobjekt darstellen.

Eindrücke des Piton de la Fournaise

Zwischen Schönheit und Nervenkitzel

Die Geheimnisse des Piton de la Fournaise

Um dieses faszinierende Phänomen zu verstehen, kann man dem  Naturlehrpfad im Enclos Fouqué folgen, dem Gebiet, das den 1791 entstandenen Krater Dolomieu umgibt. Dieser ist der größte Krater des Vulkans; sein Aussehen verändert sich mit jedem Ausbruch. Die Ausbrüche Ende des Jahres 2006 haben ihn fast ganz zugeschüttet. Der Ausbruch im April 2007 ließ ihn wieder einstürzen; und er verwandelte sich in einen 300 Meter tiefen instabilen Schlund. Man kann ihn wegen der zahlreichen Erdspalten nicht mehr vollständig umgehen, aber ein markierter Pfad führt zum Beobachtungspunkt am Gipfel an der Nordseite.

Atemberaubend ist auch die Mondlandschaft La Plaine des Sables, die man durchqueren muss, um zum Gipfel des Piton de la Fournaise zu gelangen.
Alle diese Landschaften, die man für die eines anderen Planeten halten könnte, sind unbesiedelt: Hier innerhalb des Enclos und an den unberührten Hängen der Südostflanke ereignen sich die Ausbrüche und fließen die Lavaströme. Es besteht keine unmittelbare Gefahr für die Bewohner der Insel, auch wenn es zu Ausnahmen kommen kann, bei denen die Häuser und selbst ganze Dörfer evakuiert werden müssen.

Haben Sie das gewusst?

1977 überquerte ein Lavastrom die Straße der Gemeinde Sainte-Rose und hielt an der Schwelle der Kirche Notre Dame des Laves: Ein Wunder! Im Anschluss an dieses Ereignis wurde das vulkanologische Observatorium errichtet, um die Vulkanaktivität zu überwachen und Ausbrüche vorherzusagen.

Erfahren Sie mehr

über den Piton de la Fournaise im Land der Lava!

Ein von Ausbrüchen geprägtes Gebiet

Die Ausbrüche haben nicht nur Einfluss auf die Morphologie des Vulkans, sondern darüber hinaus auch auf die der Insel. Die Lavaströme, die bis zum Ozean fließen, können die Fläche La Réunions bei ihrem Erstarren vergrößern. Durch den Ausbruch im April 2007 wurden bei Le Tremblet 45 Hektar Neuland gewonnen. Wiederum zerstört wurde die Landstraße entlang der Küste, die die glühende Masse auf dem Weg ins Meer passierte. Die Straße wurde einige Monate später wieder instand gesetzt – und vor Saint-Philippe wurden neue, bis dahin unbekannte Tierarten entdeckt. Ein weiterer Beweis für den außerordentlichen natürlichen Reichtum von La Réunion!

Neue Vulkankegel am Piton de la Fournaise

Gut zu wissen!

Während eines Ausbruchs des Piton de la Fournaise, sind der öffentlicher Zugang zum Enclos Fouqué, vom Pfad des Pas de Bellecombe Jacob oder von einem anderen Pfad, sowie Hubschrauber im Vulkangebiet bis auf Weiteres seitens der Präfektur von La Réunion nicht zugelassen.