Maïdo - Grand Bénare

Fußgänger Um Saint-Paul

15.4 km
Hin- und Rückfahrt
Fußgänger
6h
Herausfordernd
Maïdo-Grand Bénare-10.jpgArrivée au lever de soleil au Maïdo
Maïdo-Grand Bénare-3.jpgBelvédère du Maïdo
Maïdo-Grand Bénare-4.jpgBelvédère du Maïdo
Maïdo-Grand Bénare-6.jpgDébut du sentier sur les dalles de lave
Maïdo-Grand Bénare-8.jpg
Maïdo-Grand Bénare-11.jpgArrivée à la statue en haut de la première montée
Maïdo-Grand Bénare-13.jpgLe sentier toujours au bord du rempart avec de superbes points de vue sur Mafate
Maïdo-Grand Bénare-5.jpgLe sentier toujours au bord du rempart avec de superbes points de vue sur Mafate
Maïdo-Grand Bénare-9.jpgQuelques fleurs adaptées à l'altitude et à la sécheresse
Maïdo-Grand Bénare-1.jpgArrivée au Grand Bénare
Maïdo-Grand Bénare-14.jpgVue sur Cilaos depuis le Grand Bénare
Maïdo-Grand Bénare-7.jpgVue du Piton des Neiges, de la Tête de Chien, de la crête entre le piton et le Grand Bénare, et de l'îlet des 3 Salazes
Maïdo-Grand Bénare-2.jpgl'îlet des 3 Salazes et les trois Salazes
Maïdo-Grand Bénare-12.jpgVue de la Mare de Kerval, de Marla et de La Nouvelle
  • Die Schönheit der Insel La Réunion zeigt sich den Frühaufstehern von uns. Tatsächlich ist es zu empfehlen, frühmorgens zum Gipfel des Maïdo aufzubrechen, denn häufig bedecken Wolken das Inselinnere am Vormittag. Der Piton Maïdo mit einer Höhe von 2200 Metern ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte auf den Talkessel Mafate. Er ist auch der am besten zugängliche, wobei man den Gipfel von der Westküste der Insel aus in einer guten Stunde erreicht. Wenn Sie mit dem Auto hinauf fahren, verlieren Sie keine Zeit, um den schönen und mysteriösen Höhentamarindenwald zu bewundern, Sie werden auf der Rückfahrt die Möglichkeit haben, hier anzuhalten. Je näher Sie dem Maïdo kommen, desto weniger majestätische Höhentamarinden sind zu sehen, dafür findet man die Stauden „Ambaville“ (Hubertia ambavilla), Fleurs jaunes (Hypericum lanceolatum) und Baumheide. Der Maïdo verdankt seinen Namen den Bränden, die diese Region regelmäßig verwüstet haben: Maïdo bedeutet im Madagassischen „verbranntes Land“. Wenige Meter vom Parkplatz entfernt entdecken wir vom Aussichtspunkt des Maïdo aus eine sowohl schwindelerregende als auch außergewöhnliche Landschaft. Zu unseren Füßen liegen das Dörfchen Îlet de Roche Plate und Le Bronchard mit seiner ausgesprochen ebenen Oberfläche. Es überragt den Talkessel Mafate mit einer Höhe von über 1000 Metern. Bei der Bewunderung dieses wundervollen Ausblicks vergisst man letztlich die Zeit. Neben seinen außergewöhnlichen Landschaften besitzt der Talkessel Mafate eine ausgeprägte Geschichte. Die Sklavenflüchtlinge, die sogenannten „Marrons“, waren die ersten, die diesen Talkessel im 18. Jahrhundert zuerst besiedelten. Dank seines unebenen und schwer zugänglichen Reliefs war der Talkessel Mafate während der tragischen Sklavenzeit ein bevorzugter Ort für die Sklavenflucht und wurde zum natürlichsten Zufluchtsort der schwarzen Sklaven, die sich nach Freiheit und Menschenwürde sehnten. Hier wurden Lager eingerichtet, komplette Familien kamen auf der Suche nach Freiheit und einem neuen Leben hierher. So begann in dieser vergangenen und gleichzeitig nicht weit entfernten Zeit in dieser von den Bergen geschützten und dennoch gedeihlichen Gegend ein Volk der Verbannten mit dem Aufbau eines einigermaßen normalen Lebens, nahm eine Kostprobe von friedvolleren Tagen und ernährte sich von wilden Jambu-Pflanzen, von Sägepalmbeeren oder auch von Kartoffeln und natürlich von Wild.
    Der Grand Bénare ist einer der drei höchsten Gipfel der Insel, er erreicht eine Höhe von 2896 Metern. Der über den Talkesseln Mafate und Cilaos liegende Berg stellt einen der außergewöhnlichen Aussichtspunkte auf die Insel La Réunion dar. Unser Besuch des Grand Bénare erfolgt über den Weg Sentier du Grand Bord, der diesen Namen trägt, weil er an dem Bergkamm oberhalb des Talkessels Mafate entlangführt. Dieser ausgesprochen sehenswerte Weg bietet zu jedem Zeitpunkt der Wanderung einen Blick auf den Talkessel. Das Bergmassiv des Piton des Neiges enthüllt sich nach und nach, und auf halber Strecke können Sie den Gipfel des Piton des Neiges sehen. Machen Sie regelmäßig Pausen, um das Gelände des Talkessels Mafate, von Les Trois Roches, La Plaine aux Sables und Marla zu betrachten. Der Weg selbst ist steinig, und die Vegetation der Höhenlagen mag monoton erscheinen, aber die Anstrengung lohnt sich. Auf dem Gipfel des Grand Bénare, der ein großes weißes Kreuz trägt, erstrecken sich die Talkessel Mafate und Cilaos vor Ihren Augen. Sie werden nur durch den Kamm vom Gros Morne über Les 3 Salazes, La Tête de chien und den Col du Taïbit bis zum Grand Bénare getrennt. Im Talkessel erkennt man das Dorf Cilaos, und etwas weiter entfernt Bras Sec. Das Dörfchen Les Salazes liegt zu Ihren Füßen, ebenso La Mare de Kelval und Marla. In der Ferne und weit über dem Steilhang des Talkessels können Sie den Vulkan erkennen.
    Auf dieser Höhe ist das Klima rau. Im Winter ist es hier sehr kalt, ziehen Sie sich also warm an. Im Gegensatz dazu bietet das Gelände im Sommer keinerlei Schatten, es ist überall heiß und sonnig. Denken Sie daran, sich mit einem Hut und Sonnencreme zu schützen. Nehmen Sie ausreichend Wasser mit, in diesem Bergmassiv gibt es keine Wasserstelle. Es wird empfohlen, früh aufzubrechen: diese Wanderung ist nicht einfach, und es ist vorzuziehen, den Grand Bénare vor zehn Uhr zu erreichen, denn sobald die Konvektion einsetzt, ziehen viele Wolken am Steilhang von Mafate auf.
  • Höhenunterschied
    857.6 m
  • Interesse der Strecke
    Aussichtspunkt auf den Talkessel Mafate vom Gipfel des Maïdo aus Weg Sentier de Grand Bord als Naturterrasse, 1000 Meter über Mafate Aussichtspunkt von Grand Bénare auf die Talkessel Mafate und Cilaos und das Gebirgsmassiv des Piton des Neiges
  • Wußten Sie das?
    1/ Ein madagassischer Zauberer lebte am Fuße von Le Bronchard in einer Höhle, in deren Nähe eine Quelle schwefelhaltigen Wassers entsprang. Dieser Zauberer hieß „Mafate“, „Mahafaty“ auf Madagassisch, was soviel wie „der, der tötet“ bedeutet. Er wurde 1751 von François Mussard, einem Sklavenjäger, getötet, und vererbte dem Talkessel seinen Namen: „der Talkessel Mafate“. Die Quelle, in deren Nähe der Sklave Mahafaty sich versteckte, gab es wirklich, und ein Dörfchen namens „Mafate“ existierte tatsächlich am Fuße von Le Bronchard um 1870. Um 1860 gab es sogar sehr erfolgreiche Thermen, und das Dörfchen wurde zu „Mafate les Eaux“ (Bad Mafate) umbenannt. 1913 wurden die Quellen durch den Einsturz des Steilhangs Le Bronchard verschüttet.

    2/ Viele Namen beschreiben Landschaften, und so stammt Bénare aus dem Madagassischen und bedeutet „strenge Kälte“. Um eine Vorstellung vom hiesigen Klima zu bekommen, sollten Sie wissen, dass ein nahegelegener Ort La Glacière (Die Eisfabrik) heißt. Dieser Ort wurde um 1820 zunächst zur Eisproduktion genutzt. Sehr rasch erlaubte dieser kleine Handel den Ärmsten, sich ein Zubrot zu verdienen. Taschen, die man hier „Gonis“ nennt, wurden mit 25 kg Eis befüllt und dann auf die Köpfe von Trägern geladen, um zerstoßen, umgepackt und in den niederen Lagen  verkauft zu werden. Madame Desbassyns, die berühmte Eigentümerin aus dem Westen, ließ sich gleichzeitig mit der Post Eis für ihren Sohn nach Rivière des Pluies bringen, und zwar über eine Art Staffellauf.
  • Bezeichnungen (Leistungsmerkmale)
  • Dokumentation
    Mit GPX / KML-Dateien können Sie die Route Ihrer Wanderung zu Ihrem GPS (oder einem anderen Navigationswerkzeug) exportieren
Zum Startpunkt gehen
Am schnellsten ist es, die Tamarindenstraße Route des Tamarins zu nehmen, die Ausfahrt zum Maïdo ist ausgeschildert. Sie befindet sich im westlichen Bereich der Straße auf Höhe des Dorfes L’Eperon. Folgen Sie dann den Hinweisschildern, die Sie durch die Orte Fleurimont, Le Guillaume und Petite France führen. So kommen Sie nach und nach von bebauten Gebieten zu Zuckerrohrfeldern und dann Wäldern. Das Klima von Petite France erinnert an das Klima des Mutterlandes. Hier besteht der Wald aus Mimosen, die man auf La Réunion „Cassia“ nennt. Nach La Petite-France ist die Gegend unbewohnt. Die Straße führt durch einen wunderschönen Wald mit Höhentamarinden, unter die sich Calument-Bambus mischt, eine endemische Art der Insel La Réunion, und Farne. Dann macht der Wald einer altimontanen Vegetation Platz, die kürzer und buschiger ist: ein Zeichen, dass Sie bald angekommen sind. Nach einer Fahrtstunde ab Saint-Paul erreichen Sie den Parkplatz des Aussichtspunktes des Maïdo.
0 km : Maïdo - Grand Bénare 0 km : Maïdo - Grand Bénare 0,7 km : Maïdo - Grand Bénare 1,2 km : Maïdo - Grand Bénare 1,8 km : Maïdo - Grand Bénare 4,5 km : Maïdo - Grand Bénare 7,0 km : Maïdo - Grand Bénare 7,0 km : Maïdo - Grand Bénare
Etappen
0 km - Nachdem Sie den Blick auf Mafate vom Aussichtspunkt des Maïdo aus bewundert haben, verlassen Sie den Parkplatz in Richtung Süden. Folgen Sie der weißen Markierung nach links, sie führt zum Weg Sentier du Grand Bord auf der Anhöhe. Wenn Sie sich dieser nähern, ist der Weg mit roter Erde bedeckt.

0,6 km - Sie erreichen die Anhöhe, wo eine Statue steht. Von hier aus kann man die Westküste betrachten. Man überblickt die Küste von Le Port, Saint Paul bis zur Lagune von L'Ermitage.

1,5 km - Sie gehen weiter auf dem Weg Sentier du Grand Bord. Der Weg wird steinig, führt jedoch ständig oberhalb des Talkessels Mafate entlang, und Sie können diesen Talkessel auf Ihrem gesamten Weg weiter bewundern.

2,4 km - Sie erreichen die Gabelung mit dem Weg Sentier de la Glacière. Der rechte Weg führt zur Höhle Grotte de la Glacière. Gehen Sie weiter geradeaus.

3,2 km - Ein paar Blumen der Höhenlagen unterbrechen die Monotonie dieser Vegetation, die vorwiegend aus Baumheide besteht. Auf halbem Weg zum Grand Bénare können wir den Piton des Neiges sehen, der nicht mehr vom Gros Morne verdeckt wird, und Les Trois Roches, La Plaine aux Sables und Marla aus der Nähe bewundern.

3,6 km - Sie erreichen eine Gabelung. Gehen Sie geradeaus weiter.

4,8 km - An dieser Kreuzung führt ein Weg nach rechts nach La Glacière. Sie sind noch immer nahe am Rande des Steilhangs, und Sie gehen weiter bergauf in Richtung des Grand Bénare.

7,0 km - Das Ende des Aufstiegs wird durch die großen Steine, aus denen der Weg besteht, schwer. Sie werden aber durch diesen wunderbaren Ausblick auf die Talkessel Cilaos und Mafate belohnt. Der Rückweg erfolgt ebenfalls über den Weg Sentier du Grand Bord.
858 Meter Höhenunterschied