Maïdo - Roche-Plate

Fußgänger Um Saint-Paul
  • Heute ist der Zugang zum Weg, der hinunter nach Roche Plate führt, einfach. Vor 1953 musste man sich mit einem Messer den Weg ab Petite France bahnen, um den Cassé von Mafate zu erreichen. Erst 1953, beim Bau der ersten Schule des Talkessels Mafates in Roche Plate, wurde bis nach Le Grand Bord ein Weg angelegt. Später wurde der Weg zu einer Forststraße umgebaut, die bis zu Le Maïdo führt. Über diesen Weg erreichen Sie Roche Plate nach 5 km mit einem Höhenunterschied von 950 Metern in 2 Stunden. Sie können jedoch vor dem Abstieg nach Mafate zu Le Maïdo gehen, um den staunenswerten Panoramablick auf Mafate zu bewundern. Wie die anderen Talkessel entstand Mafate beim Einsturz der zentralen Magmakammer des Piton des Neiges vor 300 000 Jahren. Dieser Talkessel ist der unberührteste der drei Talkessel, und seine Oberfläche ist noch zerfurchter als die der anderen Talkessel. Es gibt keine Straße, aber zur Freude der Wanderer durchkreuzen ihn 140 Kilometer Wanderwege. Das Fehlen von Anbauflächen, die Armut und die hohe Demografie zwangen die Weißen dazu, neue Gelände auf den kleinen Hochebenen von Mafate zu suchen, nachdem 1854 die Sklaverei abgeschafft worden war.\r
    Dann leerte sich Mafate ein wenig, bevor ihm der Touristenaufschwung ab den 80-er Jahren wieder Leben verlieh. Dieser Talkessel steht durch seine zerklüftete und chaotische Oberfläche für Abgelegenheit, Einsamkeit und Unzugänglichkeit. Er ist auch das Symbol der Sklavenflucht, der „Marronnage“. Die fliehenden Sklaven, die sogenannten „Marrons“, begannen Anfang des 18. Jahrhunderts mit der Besiedelung dieses Talkessels, und sie legten die ersten Wege an, unter anderem diesen Weg. Die Sklaverei war schrecklich. Manche Sklaven wurden gut behandelt, aber für andere wurde das Dasein zur Hölle. Trotz der beispielgebenden Bestrafungen, wie abgetrennte Hände, Ohren und Füße, flohen die Draufgängerischsten in die Berge und ins Zentrum der Talkessel, an für die Weißen unerreichbare Orte, und Mafate war ideal.\r
    Die als Familie organisierten Marrons lebten vom Fischen, von der Jagd und vom Anbau, und sie griffen vereinzelte Weiße an, um Stoffe, Werkzeug und Waffen zu stehlen, die für ihr Überleben unerlässlich waren. Die in Angst und Schrecken lebenden Weißen schickten Kommandos los, um diese Sklavenflüchtlinge zu bekämpfen. Die französische nationale Forstbehörde ONF hat auf etwa einem Drittel des Abstiegs zur Freude der Wanderer einen Aussichtspunkt eingerichtet, denn dies ist der schönste Aussichtspunkt auf den Talkessel Mafate. Von hier aus können Sie jeden Winkel von Mafate sehen, diese wunderschönen Orte, deren Geschichte mit den Siedlern oder mit den Marrons, die häufig madagassischer Herkunft waren, verbunden ist. Deswegen tragen die Orte im Zentrum von La Réunion übrigens häufig Namen von Siedlern oder Marrons bzw. Namen madagassischen Ursprungs.
  • Höhenunterschied
    1111.01 m
  • Dokumentation
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    dur pour remonter mais simpa a faire.

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  • très dur

    la remontée est interminable, un vrai mur, il y a de meilleures randonnées à la Réunion

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