Unterkunft Gîte de Bélouve - Trou de Fer

Fußgänger Um Salazie
8.6 km
Hin- und Rückfahrt
Fußgänger
4h
Leicht
  • Der Wald von Bélouve befindet sich zwischen dem Steilhang von Salazie im Westen und dem Coteau Monique im Osten einerseits und auf der anderen Seite zwischen dem Trou de Fer im Norden und einer beinahe waagerechten Linie oberhalb des Parkplatzes des Coteau Monique im Süden. Der Wald von Bébour befindet sich südlich dieser Linie. Der Name des Waldes stammt aus dem Madagassischen Belova, wobei „Be“ für „groß“ und „Lova“ für „Erbe“ steht. Der Wald von Bélouve besteht nämlich aus einem naturbelassenen Tamarindenhain, einem Farbholzwald und Tümpeln mit einem speziellen Ökosystem. Beim Überwinden des Passes Col de Bébour dringen wir in den vierten Talkessel der Insel La Réunion vor. Vor 150 000 Jahren wurde Bébour tief abgetragen, wie die drei Talkessel, die wir bereits kennen. Zu dieser Zeit erwachte der Vulkan Piton des Neiges und füllte die Hälfte des Talkessels, wobei er ihm seinen heute flachen Boden gab. Die Tätigkeit des Piton des Neiges sowie seiner verschiedenen Eruptionskegel endete vor über 20 000 Jahren und machten der Erosion Platz, die die Entwicklung des Primärwaldes förderte, welche durch einen jungen Untergrund, eine dichte Bewaldung, ein kühles und feuchtes Klima, relativ wenig dichte, jedoch organische, recht rohe und wassergesättigte Böden charakterisiert werden kann. Die Wälder von Bébour und Bélouve sind zwei der am besten erhaltenen Lebensräume der Insel La Réunion. 1994 wurden 5000 Hektar ihrer Fläche unter Naturschutz gestellt, ein Teil davon im bewirtschafteten Zentrum (Bewirtschaftung eines Tamarindenhains seit 50 Jahren). Diese Wälder sind noch immer sehr sensibel und werden durch Pflanzenkrankheiten bedroht (vor allem von der Rubus alceifolius), sowie von Wilderern und einigen rücksichtslosen Wanderern. Indigene Arten wie die „Palmistes“ (Acanthophoenix rubra), die Baumfarne „Fanjans“ und bestimmte Orchideen werden zu oft Opfer von Wilderei. Mindestens 60 Orchideenarten wurden in diesem dichten Wald von Bébour erfasst, der eine der letzten Naturlandschaften der Insel ist, die auf ursprüngliche Weise funktionieren. Neben der Aktivität des Menschen wird er auch von wuchernden Pflanzenarten wie Fuchsien, Begonien, Guajaven, Kahili Ingwer und dem Aronstab bedroht. Die französische nationale Forstbehörde ONF ist dabei, diese Arten zu bekämpfen und beispielsweise eine endemische Art, den Bois de Savon (badula fragilis), zu schützen zu versuchen, die Botaniker für ausgestorben hielten.
  • Höhenunterschied
    273 m
  • Interesse der Strecke
    Von der Unterkunft Gîte de Bélouve aus überblicken Sie den gesamten Talkessel Salazie Höhentamarinden- und Farbholzwald Aussichtspunkt auf den Trou de Fer
  • Wußten Sie das?
    Indigene Arten sind Arten, die auf natürlichem Weg auf die Insel gelangt sind und vor dem Eintreffen von Menschen existierten. Einige der indigenen Arten haben sich nach und nach differenziert und neue Arten gebildet. Sie werden deshalb endemisch genannt und leben nirgendwo anders auf der Welt. Exotische Arten sind - willentlich oder nicht willentlich - vom Menschen eingeführte Arten. Primärwälder sind natürliche Lebensräume, die der Mensch nie verändert hat. Die Höhentamarinde ist ein Baum, der in einer Höhe von 1200 bis 1900 Metern bei moderaten Temperaturen und reichlich Regen gedeiht. Ihr lateinischer Name, Acacia heterophylla, stammt von der Form der Blätter der jungen Tamarinde, die völlig anders als die der erwachsenen Tamarinde ist: sie sind zunächst doppelt gefiedert und werden dann, wenn sie ausgewachsen sind, lang und flach. Eine weitere Besonderheit sind die Samen der Höhentamarinden: sie keimen nur, wenn sie starker Hitze ausgesetzt sind. Nachdem sie auf den Boden gefallen sind, können sie mehrere Dutzend Jahre später keimen. Das Holz der Höhentamarinden wird für Schreinerarbeiten verwendet (Dachschindeln, und in der Vergangenheit für traditionelle Boote) sowie als Feuerholz.
  • Bezeichnungen (Leistungsmerkmale)
  • Dokumentation
    Mit GPX / KML-Dateien können Sie die Route Ihrer Wanderung zu Ihrem GPS (oder einem anderen Navigationswerkzeug) exportieren
Zum Startpunkt gehen
Nehmen Sie von Westen kommend die vierspurige Straße in Richtung Saint Denis und dann Saint Benoit. Fahren Sie bei der Durchquerung von Saint Benoit in Richtung Plaine des Palmistes. In Plaine des Palmistes, nachdem Sie an der Domaine des Tourelles vorbei gekommen sind, nehmen Sie einen Abzweig nach rechts, an dem La Petite Plaine, Bébour steht. Folgen Sie dieser Richtung, und nach 9 km erreichen Sie den Col de Bébour. Fahren Sie weiter auf dieser Forststraße auf 10 km. Die Forststraße durchquert den Wald von Bébour. Am Ende dieser Forststraße erwartet der Parkplatz am Fuße des Coteau Monique die Autos der Wanderer. Der Coteau Monique ist die Grenze zwischen den Wäldern von Bébour und Bélouve. Bevor Sie den Parkplatz des Coteau Monique erreichen, ist die Schranke, welche die Straße sonn- und feiertags sperrt, in der Woche geöffnet. Fahren Sie weiter auf dieser Straße, bevor Sie den letzten Parkplatz vor der Unterkunft erreichen.
0 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 0 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 0 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 0,2 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 0,7 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 0,9 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 1,2 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 2,8 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 3,7 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 4,0 km : Gite de Belouve - Trou de Fer 4,0 km : Gite de Belouve - Trou de Fer
Etappen
0 km - Nach Bewunderung des Talkessels Salazie von der Esplanade der Unterkunft Gîte de Bélouve aus dringen Sie auf einer Allee mit Bodenrosten in den Wald ein.

0,2 km - Der Weg führt leicht bergab, durchquert eine trockene Schlucht über eine Holzbrücke, und etwas weiter folgt eine zweite Holzbrücke.

0,4 km - Dieses Mal überqueren Sie eine kleine, trockene Schlucht ohne Brücke. Der feuchte Tropenwald ist noch immer üppig und besteht aus Höhentamarinden und Baumfarnen, die man Fanjan nennt.

0,6 km - Am Ende dieses kleinen Anstiegs erreichen Sie den Weg Piste des Fleurs Jaunes, der links abbiegt und den Sie auf 150 Metern nehmen.

0,7 km - Nehmen Sie wieder den Weg, der weiter in die Schlucht Ravine Fleurs Jaunes hinabführt.

0,9 km - Sie durchqueren die Schlucht Ravine Fleurs Jaunes durch eine Furt aus Steinen. Links ist die Schlucht nicht trocken, und ein großes Loch weiter unten ist mit stehendem Wasser gefüllt. Sie gehen den gegenüberliegenden Weg wieder hinauf.

1,1 km - Am Ende dieses weniger steilen Anstiegs gelangen Sie zu einem neuen Weg. Folgen Sie diesem, der nach links und leicht bergab führt, auf 600 Metern.

1,4 km - An einer Gabelung rechts ist die Tamarindenkönigin „La Reine des Tamarins“ ausgeschildert. Verlieren Sie keine Zeit, gehen Sie weiter auf Ihrem Weg, um Le trou de Fer so früh wie möglich zu erreichen. Auf dem Rückweg werden Sie ausreichend Zeit haben, um die über 300 Jahre alte Reine des Tamarins zu bewundern.

1,7 km - An einer Gabelung wird links die Fortsetzung des Weges vom Trou de Fer angezeigt. Folgen Sie der Ausschilderung.

2,5 km: Sie erreichen erneut eine Kreuzung, und auf einem Schild der französischen nationalen Forstbehörde ONF steht, dass der Weg nach rechts in Richtung Bras-Panon führt. Gehen Sie geradeaus weiter.

3,1 km - Der Weg nimmt eine scharfe Kurve nach rechts in einem rechten Winkel. Bleiben Sie auf diesem Weg, der dann lange Zeit geradeaus weiterverläuft.

3,7 km - An dieser letzten Kreuzung angelangt, führt dieser Weg, zu dem der Weg Sentier de l’Ecole Normale führt, steil bergab.

4,1 km - Plötzlich kommen Sie an einer Lichtung heraus, die an einem kleinen Beobachtungspunkt auf den Trou de Fer endet. Wenn Sie frühzeitig aufgebrochen sind, erreichen Sie diesen vor den Wolken, und können diese außergewöhnliche Landschaft bewundern.
273 Meter Höhenunterschied
  • Höhe des Startpunkts : 1506 m
  • Höhe des Ankunftsorts : 1506 m
  • Maximale Höhe : 1530 m
  • Minimale Höhe : 1311 m
  • Totaler positiver Höhenmeter : 273 m
  • Totaler negativer Höhenmeter : -273 m
  • Maximaler positiver Höhenmeter : 105 m
  • Maximaler negativer Höhenmeter : -106 m