Kreolische Ortschaften

Das authentische Leben der Inselbewohner

 

Authentizität, Ethik und Ökologie: weitab der ausgetretenen Pfade ermöglicht das Netzwerk der Villages Créoles® die kleinen Dörfer an den Hängen der Insel zu erkunden. Hier entfaltet sich die zum Welterbe der UNESCO erklärte Natur in ihrer schönsten Pracht und mittendrin die Einwohner mit ihrer blühenden Lebenskunst. 16 Dörfer, die zu 13 verschiedenen Inselgemeinden gehören, sind Mitglieder des Netzwerks, das den Urlaubsaufenthalt insgesamt 6 Themengebieten zuordnet  : kreolische Häuser, Marine-Ambiente, "schöne Aussicht", Berglandschaften, Agrarlandschaften und Natur.  

 
Bourg-Murat, Entre-Deux, Grand-Coude, Petite-Ile, die Plaine des Grègues und Tévelave im Süden; Cilaos und Les Makes, Salazie, Grand-Ilet, Hell-Bourg und die Plaine des Palmistes im Landesinnern; Le Maïdo Petite-France, Le Plate und Saint-Leu im Westen; Sainte-Rose und Saint-Philippe im Osten...  Es sind kleine Dörfer, manchmal nur winzige Örtchen (die hier "îlets" genannt werden und die man vor allem in den drei für die Insel charakteristischen Talkesseln findet: Mafate, Cilaos und Salazie), die sich zu einem, in Villages Créoles®  benannten, Verband zusammengeschlossen haben.

Die Idee dabei war, eine alternative Art der Erkundung von La Réunion zu ermöglichen, bei der der Gast in einem geschützten Rahmen und dennoch mitten in der noch wilden Natur Bekanntschaft mit den Einwohnern schließt.

 

16 Dörfer, 6 Themen


Die 16 Dörfer, die 13 verschiedenen Gemeinden angehören, sind in 6 verschiedene Themengebiete untergliedert, die eine bestimmte Atmosphäre zum Ausdruck bringen: Hell-Bourg, das zu den "schönsten Dörfern Frankreichs" gehört, La Plaine des Palmistes und Entre-Deux zeichnen sich durch ihre typischen kreolischen Häuser aus, die cases créoles. So entdeckt man hier die hübschen Villen, die reiche Familien sich in kleinen Bergdörfern bauen ließen, um der sommerlichen Hitze zu entfliehen, oder aber traditionelle Häuser aus Blech. Mit ihren farbenfreudigen lambrequins, den dekorativen Zierstreifen an der Dachkante, die die Fassaden verschönern und ihren Nutzgärten und liebevoll gepflegten Blumenbeeten verwandeln diese Häuser das bescheidenste Örtchen in eine Touristenattraktion.

Maïdo und Les Makes, wo sich das astronomische Observatorium befindet, stehen unter dem Thema "schöne Aussicht": der Himmel ist die Grenze! In den Höhenlagen überblickt man den unglaublichen Reichtum und die natürliche Schönheit der Insel, die seit 2010 zum Naturwelterbe der Menschheit zählt. Im Herzen des Nationalparks La Réunion bieten die Gesteinsformationen und Talkessel der Insel ein atemberaubendes Schauspiel - und darüber hinaus beherbergen sie empfindliche, auf der Welt einzigartige Ökosysteme.

Die Natur, das ist auch das Thema, das Grand-Coude, TévelaveBourg-Murat und die Plaine des Palmistes verbindet: Wasserfälle, Primärwald …. Lassen Sie sich verzaubern!

Saint-Leu wiederum wird vom Marine-Ambiente beherrscht - mit seinem Korallenriff und den souffleurs, den von der Natur geschaffenen "Löchern" in der Küste, in die sich mit voller Macht der Ozean stürzt! In Sainte-Rose haben Lavaströme, als sie den Ozean erreichten, nirgendwo anders auf der Welt existierende Fischarten aus der Meerestiefe hervorgezwungen, während die zerklüftete Küste vor Saint-Philippe sich den Namen Cap Méchant eingebracht hat. Dagegen laden die Kokospalmen und der weiße Strand in Petite-Ile Grande-Anse dazu ein, einfach das Leben zu genießen - und dazu gehören auch die Picknicks, die die Kreolen so gut und gern veranstalten, mit Cari-Töpfen und der ganzen Familie, so gut wie nie mit weniger als zwanzig Personen, Großvater und Großmutter inbegriffen - eine andere liebenswerte Facette der Insel.

Ländliche Atmosphäre und Produkte sowie kreolische Delikatessen gibt es in Bourg-Murat dank seiner Milchkühe (der Käse der Plaines wird mit Guaven-Konfitüre gegessen!) und Honig von Beerenfrüchten; safran péi (Kurkuma) in der Plaine des Grègues; Zitrusfrüchte, Knoblauch und Gewürze in Petite-Ile; Vanille und Palmenherzen und auch zarten Fisch in Saint-Philippe und mit seinem Fischerviertel.

La Réunion bietet ihren Besuchern das Privileg, auf einer Fläche von nur 2512 km² Küsten- und Bergstädtchen kennenzulernen, von denen jedes einzelne seinen speziellen Charakter besitzt. Cilaos, Ausgangspunkt für Wanderungen zum Piton des Neiges; Grand-Ilet, am Rand des Talkessels Salazie, bietet wunderschöne Wasserfälle, darunter der herrliche "Voile de la mariée"; Maïdo Petite-France, an den Hängen von Saint-Paul, duftet nach den Geranien, deren Essenz von den großen Namen der Parfumherstellung benutzt wird; Grand-Coude hat seine Teeplantagen; Bourg-Murat, ein friedliches Gebirgsdörfchen nahe beim Piton de la Fournaise, einem der aktivsten Vulkane der Welt… alle haben ihren ganz eigenen Charme.