Die Geheimnisse des Vetiver

Besichtigung und Verkostung
  • Die südküste
  • So Authentisch
travail_du_vetiver.jpgVetiver-ErnteVetiver-Ernte
Treffen Sie Didier

Die Entdeckung des Bourbon Vetiver: ein Anbau mit symbolischem Charakter für den Wilden Süden

La Réunion ist

Ein ausgesprochen reiches Terroir

Dein idealer Tag

Ganz einfach ein sonniger Tag mit tiefblauem Himmel

Dein Lieblingsort

Roche Plate

Deine Leidenschaft

Pflanzen

Dein Lieblingsgericht

Geflügel-Cari

Dein Lieblingskünstler

Es ist schwer, eine Wahl zu treffen, mal ist es Sega, mal Maloya, mal Reggae

Vetiver – von der Wurzel bis zum Blatt

Bei Far Far de Bézaves habe ich erfahren, wie man das Vetiver Bourbon anpflanzt und erntet. Dabei handelt es sich um ein Gras, das seit dem 18. Jahrhundert im Süden der Insel angebaut wird. Aus seinen Wurzeln extrahiert man ein wertvolles ätherisches Öl, das von den größten Parfümeuren verwendet wird.

Es geht in Richtung Bézaves – ein Viertel in den Höhenlagen von Saint-Joseph – um einen der letzten Vetiver-Anbauer der Insel kennenzulernen. Didier empfängt uns mit seinem breiten Lächeln, seinem Hütchen aus Vacoa-Palmen und seinem singenden Akzent – so typisch für den Süden der Insel – in seinem Betrieb. Er erzählt uns voller Leidenschaft von dieser jahrhundertealten Kultur, die beinahe ausgestorben wäre, und dass eine Handvoll leidenschaftlicher Anhänger versucht, sie zu bewahren. „Saint Joseph und Petite Île waren bis in die 1980-er Jahre die Hochburgen des Vetiver. Während dieser Blütezeit war La Réunion der weltweit zweitgrößte Exporteur für ätherisches Vetiver-Öl. Heute sind wir nur noch zwei auf der Insel!“, beginnt er.

Duft des Geldes

Er zeigt uns die Sonnenschirme, die er mit Vetiver-Stroh herstellt, und die Wurzeln, die er auf den Märkten der Insel in Form von Bündeln verkauft. Es ist die Gelegenheit, Vetiver in die Hand zu nehmen, um diese so besondere, holzig-grüne Pflanzenart zu begutachten. Die größten Parfümeure nutzen sie als Basisnote, um die leichteren Kopfnoten zur Geltung zu bringen. Da haben wir’s: ich dufte jetzt den ganzen Tag lang, denn der Duft dieses ätherischen Öls hält über acht Stunden auf der Haut!

„Hier sagen die Menschen, dass der Duft des Vetiver der Duft des Geldes ist. Ich schlage Ihnen vor, sich kleine Bündel zu machen, so können Sie ihn mit nach Hause nehmen!“, meint er lachend. Die Bündel werden in Schränke gelegt und schützen so die Kleidung fast zwei Jahre lang vor Motten – solange, bis kein ätherisches Öl mehr in den Wurzeln verbleibt.

Plantagenbesitzer für einen Tag

Mit unseren Vetiver-Wurzeln in der Hand besichtigen wir weiter den Betrieb, wo auch Zuckerrohr, Kurkuma oder auch der Spitzenkaffee „Bourbon Pointu“ gedeihen. „Ich sage immer, dass es nichts gibt, was in Saint-Joseph nicht wächst. Wir besitzen ein unheimlich reiches Terroir“, behauptet er voller Stolz.

Als wir auf dem Vetiver-Feld angekommen sind, das uns einen zauberhaften Ausblick auf Saint-Joseph bietet, lädt uns Didier ein, für einen Tag Plantagenbesitzer zu spielen. Der anstrengendste Teil der Arbeit ist bereits erledigt: die großen grünen „Büschel“, deren Wurzeln bis zu 3 Meter tief in die Erde reichen können, wurden ausgegraben. Um aber hübsche Bündel zu machen, muss noch die ganze Erde entfernt werden… und das macht ganz schön viel Arbeit. Mit unseren Heugabeln in der Hand schütteln wir die Pflanze so gut es denn geht, nicht ganz ohne Lachanfälle. Dann müssen die Jungpflanzen mit einer Art Säbel verschnitten werden, um sie auf der Nachbarparzelle unter dem wohlwollenden Auge von Didier einzupflanzen.

Delikatessen vom Feld

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: wir beenden den Besuch mit einer Verkostung. Während man uns eine Tasse Bourbon pointu serviert, lasse ich mich zu einem Stück Maniok-Kuchen und einer Karamellcreme mit Pfeilwurz hinreißen. Eine ideale Art, diesen authentischen Besuch mit einer köstlichen Note zu beenden.

Entdeckung eines symbolischen Anbaus der Insel
 

Eintauchen in die landwirtschaftliche Vergangenheit des Wilden Südens

Verkostung lokaler Produkte aus eigenem Anbau